Heizölpreise zum Wochenstart ohne Richtungsdynamik

22. September 2014

Die Heizölpreise sind zum Wochenstart auf dem gleichen Niveau wie zum Ende der letzten Woche. Auf der Versorgungseite gibt es weiterhin keine Einschränkungen, die sich langfristig auf das Ölpreisniveau auswirken würden. Wegen des festen Dollars halten sich Marktteilnehmer außerhalb der USA mit Käufen zurück, was die Ölpreise belastet. Der Eurokurs ist in der letzten Nacht auf ein neues 14-Monatstief gesunken, konnte sich aber wieder etwas erholen und liegt aktuell bei 1,2853 US-Dollar.

Die Ölarbeiter in Nigeria haben ihre Arbeit nach einem 5-tägigen Streik wieder aufgenommen. Der Streik wirkte sich jedoch nicht negativ auf die Öl-Exporte aus. Die Exportterminals hatten genügend Reserven, um die Versorgungsunterbrechung auszugleichen.

In Libyen soll es am größten Ölfeld Sharara weiterhin Produktionsunterbrechungen geben. Letzte Woche soll eine Rakete bei der Raffinerie Zawiya eingeschlagen sein. Die Raffinerie wurde vom Sharara-Ölfeld mit Rohöl versorgt. Durch den Raketeneinschlag wurden die Öltanks beschädigt. Da der Markt aber weiterhin als überversorgt gilt, rechnet man mit keiner Auswirkung für die Ölpreise.

In der Eurozone zeigte die aktuelle Leistungsbilanz einen deutlichen Überschuss, der über den Erwartungen liegt. Marktteilnehmer warten diese Woche auf eine Reihe Konjunkturdaten aus China, der Eurozone und den USA.

Der aktuell feste US-Dollar verteuert das in US-Dollar gehandelte Öl für Käufer außerhalb der USA. Die Ölpreise werden aufgrund der niedrigeren Nachfrage etwas belastet. Bei den Heizölpreisen gibt es keine großen Veränderungen zu Freitag.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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