Euro trotz schlechter Konjunkturdaten stabil, Heizölpreise sinken weiter

Die Öl-Notierungen sind gestern weiter gesunken. Die Hauptursachen waren dafür vor allem die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA sowie das weiter bestehende Überangebot an Öl. In Libyen konnte die Öl-Produktion weiter erhöht werden und auch der Irak soll seine Exporte weiter gesteigert haben. Der Eurokurs ist auf seinem Niveau von gestern geblieben. Die Heizölpreise werden weiterhin leicht sinkend erwartet.

Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten sowohl aus der Eurozone aus auch aus den USA fielen insgesamt wenig überzeugend aus. Eine schlechte Wirtschaftsentwicklung wirkt sich preisdrückend auf die Ölpreise aus, da dies für eine sinkende Nachfrage spricht.

Unterdessen wurde in den USA gestern die Vorabschätzung des American Petroleum Institute (API) zu den US Ölbestandsveränderungen veröffentlicht. Die Daten stützten die Ölpreise leicht. Dem Bericht zufolge soll die Raffinerieauslastung zurückgegangen sein, während die Rohölbestände abgenommen haben sollen. Die den Destillaten dagegen sollen die Aufbauten höher sein als bisher erwartet, was wiederum preisdrückend für die Ölpreise interpretiert wird.

Die überversorgte Marktlage wird erneut bestätigt. Der Irak soll seine Ölexporte im September deutlich gesteigert haben. Auch Libyen soll seine Öl-Produktion nach den Unterbrechungen aufgrund eines Raketeneinschlags letzte Woche nun wieder angekurbelt haben.

Aufgrund des starken Preisfalls bei der europäischen Rohölsorte Brent war bei der OPEC eine Produktionskürzung zur Preisstabilisierung im Gespräch. Die OPEC-Mitgliedsstaaten haben derartige Maßnahmen nicht befürwortet. Man begründete die Ablehnung damit, dass sich die Ölpreise in den nachfragestarken Wintermonaten von selbst einpendeln werden.

Experten warnen nun davor, dass die schwache Nachfrage aufgrund der schlechten Konjunkturdaten auch in den Wintermonaten anhalten könnte.

Heute warten Marktteilnehmer vor allem auf die Daten zu den US-Ölbestandsveränderungen des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Der Euro ist trotz der schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone stabil geblieben. Die erneut gesunkenen Ölpreise an den Börsen sorgen heute für leicht sinkende Heizölpreise.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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