Preissprung an den Ölbörsen sorgt für Aufschläge bei Heizölpreisen

Die Ölnotierungen an den Börsen sind gestern kräftig gestiegen. Ausgelöst wurde die Aufwärtsbewegung durch eine technisch begründete Kaufwelle. Die Nachricht, dass Saudi-Arabien seine Ölexporte im vergangenen Monat gekürzt haben soll, verstärkte den Preissprung. Der Eurokurs ist weiter unter Druck geblieben, sodass bei den Heizölpreisen deutliche Aufschläge zu erwarten sind.

Marktteilnehmer haben auf die Konjunkturdaten gewartet, die gestern veröffentlicht wurden. Man erhoffte sich daraus Schlüsse ziehen zu können, wie sich die Ölnachfrage in den USA und Europa entwickeln wird.

Die Zahlen aus der Eurozone fielen durchweg positiv aus und auch die Konjunkturdaten aus den USA waren in Summe überzeugend. Ob man aufgrund dessen auf eine positive Wirtschaftsentwicklung und damit einen höheren Ölbedarf schließen kann, ist fraglich. Einen leicht stützenden Effekt auf die Ölpreise haben die Zahlen dennoch.

Dass Saudi-Arabien seine Rohölexporte im September gekürzt haben soll, stützte die Ölpreise ebenfalls. Gleichzeitig soll das Land seine Förderung leicht gesteigert haben. Die dadurch entstandenen Aufbauten sollen in die eigenen Lager geflossen sein.

Grundlegend bestätigt dieser Umstand die globale Überversorgung erneut. Jedoch spekulieren einige Marktteilnehmer auch darauf, dass Saudi-Arabien einer Produktionskürzung der OPEC doch noch zustimmen könnte. Wenn die eigenen Lager voll sind, ist eine Beibehaltung der aktuellen Förderquote nicht mehr möglich.

Bei den Heizölpreisen sind zum Wochenende deutliche Aufschläge zu erwarten. Ursächlich waren dafür die festeren Ölpreise und der weiterhin schwache Euro, der aktuell bei 1,2655 US-Dollar liegt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise