Atomverhandlungen mit Iran bis Juli 2015 verlängert, Ölpreise weicher

25. November 2014

Wie im Voraus vermutet kam es bei den Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1 Gruppe gestern zu keiner Einigung. Die Verhandlungen wurden deshalb bis Juli 2015 verlängert. Man wartet nun die Entscheidung über die Produktionskürzung beim OPEC-Meeting am Donnerstag ab. Die Ölpreise gaben etwas nach, sodass die aktuellen Heizölpreise im Vergleich zu gestern etwas günstiger sind.

Für die Marktteilnehmer war die Verlängerung des vorläufigen Atomabkommens keine Überraschung. Eine Reaktion an den Ölbörsen war daher auch nicht zu erkennen. Die Ölpreise folgten somit dem Einfluss der überversorgten Marktlage und orientierten sich nach unten.

Die Einschränkungen der iranischen Ölexporte bleiben aufgrund der gescheiterten Gespräche weiter bestehen. Man hat einer Lockerung der Sanktionen gegen den Iran nicht zugestimmt. Bei einer Einigung über das iranische Atomprogramm und Lockerung der Sanktionen, hätte der Iran seine Ölexporte in kurzer Zeit erheblich steigern können, was die Ölpreise weiter belastet hätte.

Am Donnerstag steht das OPEC-Meeting in Wien an. Ob die OPEC für eine Produktionskürzung anstimmen wird, ist weiterhin unklar. Marktteilnehmer müssen das Ergebnis der Gespräche am Donnerstag abwarten. Experten sind sich einig, dass die Ölpreise weiter fallen, sofern sich die OPEC am Donnerstag gegen eine Produktionskürzung entscheidet.

Da es vorerst keine Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Iran geben wird, könnte die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung für Produktionskürzungen sinken. Denn die OPEC muss nun keine zusätzlichen Mengen ausgleichen, die der Iran auf den Markt bringt.

Heizöl ist weiterhin so günstig wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Da die Ölpreise etwas gefallen sind, sind auch die aktuellen Heizölpreise günstiger als gestern.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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