Ölmarkt weiter überversorgt, Heizölpreise bewegen sich seitwärts

Nach dem deutlichen Preisanstieg zum Wochenstart sind die Heizölpreise heute nicht weiter gestiegen.
Die aktuellen Nachrichten zum Ölmarkt sprechen verstärkt für sinkende Ölpreise. Die Erwartungen der US Ölbestandsveränderungen werden dagegen eher preisstützend aufgefasst. Der Euro konnte sich heute Morgen leicht erholen. Gestern Abend war er mit 1.3179 US-Dollar auf ein neues 11-Monatstief gefallen.

Die überversorgte Marktlage wird noch einmal unterstrichen. Produzenten haben Probleme Käufer für Produktladungen zu finden, die kurzfristig bzw. sofort geliefert werden. Demnach wird diese Art von Kontrakten zu niedrigeren Preisen gehandelt, um Verkäufe zu generieren. Auch die ersten exportierten Mengen aus Libyen werden daher zu sehr niedrigen Preisen angeboten.

Bei den US Rohöl- und Produktbeständen rechnen Marktteilnehmer mit weiteren Abbauten. Man wartet dazu die Einschätzung des American Petroleum Institute (API) ab, welche heute Abend veröffentlicht wird. Morgen Nachmittag folgen dann die Daten des Department of Energie (DOE). Sollten die Daten die Abbauten bestätigen, könnte das die Ölpreise stützen.

In Libyen soll die Produktion gestern ins stocken geraten sein. Grund dafür war wohl ein Problem bei der Stromversorgung. In den nächsten Tagen soll ein weiteres Ölfeld in Libyen in Betrieb genommen werden. Dadurch würde sich die Produktion des Landes noch einmal deutlich erhöhen.


Da der Euro heute nicht weiter gesunken ist und auch die Ölpreise auf ihrem Niveau vom Vortag geblieben sind, rechnen wir heute mit keinen großen Preisbewegungen beim Heizöl.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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