Steigende Heizölpreise durch schwachen Eurokurs

Die Einschätzung des API zu den US Ölbestandsveränderungen wirkte sich leicht stützend auf die Ölpreise aus. Auf der Angebotsseite gibt es zusätzlich ein paar Probleme die den Öl-Notierungen für den Moment Auftrieb gaben. Die Heizölpreise sind heute deutlich gestiegen. Auslöser waren vor allem die unerwartet guten US Konjunkturdaten, die den Dollar stärkten und auf der anderen Seite weiter den Euro schwächten.

Die Erwartung der Marktteilnehmer zu den US Ölbestandsveränderungen wurde von den Einschätzungen des API teilweise bestätigt. Die Raffinerieverarbeitung ist weiter gestiegen und die Abbauten bei den Benzinvorräten sind höher als bisher erwartet.

Bei den Destillaten sind die Abbauten dagegen deutlich niedriger als erwartet. Das spricht generell aber nicht zwangsläufig für eine rückläufige Nachfrage. Im Sommer ist die Benzinnachfrage generell höher, in den kälteren Monaten steigt dann die Nachfrage nach Destillaten.

Die Exportmargen scheinen gute Gewinne zu bringen, weshalb die Raffinerien die anstehenden Wartungsarbeiten weiter hinauszuzögern scheinen. Da die Produktaufbauten bei der derzeitgen Verarbeitung eigentlich höher sein müssten, haben die Daten des API eine leicht stützende Wirkung auf die Ölpreise.

Auf der Angebotsseite gibt es aktuell ein paar Einschränkungen. In der Nordsee starten die ersten Wartungsarbeiten am Buzzard-Ölfeld und die Exporte aus Saudi-Arabien sollen deutlich zurückgegangen sein. Kurzfristig stützen diese Faktoren die Öl-Notierungen, trotzdem bleibt die gute globale Versorgungslage weiter bestehen.

Der Eurokurs geriet durch den starken Dollar weiter unter Druck, heute Nacht erreichte er mit 1,3153 US-Dollar ein neues 11-Monatstief. Dementsprechend ist heute mit deutlichen Preisaufschlägen beim Heizöl zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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