Marktteilnehmer rechnen nicht mit Produktionskürzungen, Ölpreise weiter niedrig

Heizöl ist weiterhin sehr günstig. Im Moment ist die Nachrichtenlage eher dünn, sodass die bestehende Überversorgung am Ölmarkt die Ölpreise weiter drückt. Am Wochenende haben Analysten Ihre Einschätzung zur Ölpreisentwicklung bekannt gegeben, was die Ölpreise zusätzlich belastete. Der Euro ist etwas fester und konnte die 1,27 US-Dollar Hürde überwinden.

Analysten haben am Wochenende ihre Einschätzung zur Ölpreisentwicklung für das kommende Jahr abgegeben. Laut der Prognose sollen die Ölpreise um 15 Dollar sinken. Auch wenn es sich hierbei nur um eine Prognose handelt, hatte diese Meldung doch einen preisdrückenden Effekt an den Ölbörsen.

Außerdem wurden die Einschätzungen zur US-Ölbestandsveränderung für die vergangene Woche abgegeben. Analysten rechnen mit einer Steigerung der Rohölbestände und folglich stärkeren Abbauten bei den Produkten. Einen klaren Einfluss auf die Ölpreise hatten die Einschätzungen aber nicht. Nun wartet man die Daten des API und DOE ab.

Die Marktteilnehmer sollen aktuell nicht mehr mit einer Produktionskürzung der OPEC rechnen. Die nach unten korrigierte Preisprognose verstärkte diese Annahme. Nun hat sich Mohsen Ghamsari von der National Iranian Oil Co. zu Wort gemeldet. Er soll ein Sondertreffen der OPEC-Mitglieder für unnötig halten. Außerdem gehe er nicht davon aus, dass man beim Treffen Ende November für eine Produktionskürzung des Kartells stimmen wird.

Die Versorgungslage soll aktuell nicht nur sehr komfortabel sein, auch die Reservebestände sollen momentan auf einem Rekordniveau liegen. Es bräuchte also mehr als ein paar zweitweise Produktionsunterbrechungen, um an der Überversorgung etwas zu ändern.

Aufgrund der niedrigen Ölpreise und des etwas festeren Eurokurses ist bei den Heizölpreisen heute mit leichten Abschlägen zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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