Aktuelle Heizölpreise nach OPEC-Entscheidung deutlich günstiger

28. November 2014

Auch wenn es keine wirkliche Überraschung war, dass sich die OPEC beim gestrigen Treffen gegen eine Produktionskürzung entschieden hat, so blieb ein starker Preiseinbruch an den Ölbörsen trotzdem nicht aus. Vorab waren sich die Marktteilnehmer zwar einig, dass die OPEC höchstwahrscheinlich so entscheiden wird, man hielt sich jedoch noch zurück bis die Entscheidung fest stand. Bei den aktuellen Heizölpreisen sind ebenfalls deutliche Preisabschläge zu erwarten.

Dass die OPEC sich darauf einigt ihr Öl-Angebot durch Produktionskürzungen zu verknappen um den Ölpreis zu stabilisieren, erwarteten die wenigsten. Mit Verkündung der Entscheidung der OPEC gestern Nachmittag bestätigte sich dann die Vermutung der Marktteilnehmer und die Ölnotierungen an den Börsen brachen massiv ein.

Die ursprüngliche Gesamtförderquote von 30,0 Mio. B/T wurde nicht verändert, sodass es lediglich geringfügige Anpassungen geben könnte um diese Grenze nicht zu überschreiten. Die OPEC scheint mit ihrer Entscheidung gezielt auf weiter fallende Preise zu setzten.

Mit dieser Entscheidung nehmen die OPEC-Länder bewusst ein niedriges Preisniveau in Kauf, um Nicht-OPEC-Ländern den Ausbau der Förderstätten zu erschweren bzw. diesen auszubremsen. Bei zu niedrigen Ölpreisen lohnen sich Investitionen für den Ausbau nicht mehr und das Angebotswachstum gerät ins stocken.

Zwar ist das Geschäft mit den sehr niedrigen Ölpreisen auch für einige OPEC-Länder problematisch, man erhofft sich dadurch aber langfristig eine Stabilisierung des Ölpreises, indem der Ausbau der Öl-Förderung für andere Produzenten mit weiter sinkenden Preisen unattraktiv wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ölpreise in nächster Zeit wieder steigen ist eher gering. Die Heizölpreise werden ihren Abwärtstrend zum Wochenende vermutlich beibehalten.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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