Ukraine-Konflikt wieder im Fokus, Heizölpreise steigen weiter

Aus der Ukraine kamen gestern Meldungen, die für erneute Beunruhigung sorgten. Dementsprechend zogen die Ölpreise an den Börsen wieder an. Aus der Eurozone wurden zudem enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht. In den USA dagegen fielen die Konjunkturdaten deutlich besser aus als erwartet. Das belastete den Eurokurs, der aktuell bei 1,3167 US-Dollar liegt.

In der Ukraine sollen Separatisten gemeinsam mit dem russischen Militär eine Grenzstadt im Südosten eingenommen haben. Bei den Marktteilnehmern löste diese Meldung erneut die Befürchtung aus, dass es neue Sanktionen zwischen Russland und dem Westen geben könnte. Da Russland einer der wichtigsten Öl-Lieferanten weltweit ist, zogen die Ölpreise aufgrund der Meldung deutlich an. Sollte die Situation eskalieren, könnte auch die Risikoprämie, die in den Ölpreis eingepreist wird wieder erhöht werden.

Unterstützt wurden die Öl-Notierungen zusätzlich durch die besser als erwarteten US-Konjunkturdaten. Eine positive Wirtschaftsentwicklung könnte auch für eine erhöhte Öl-Nachfrage sprechen. Die Konjunkturdaten zur Eurozone fielen dagegen schlechter aus als erwartet. Dadurch wurde auf der einen Seite der Dollar gestützt, auf der anderen Seite geriet der Euro wieder unter Druck.

Das Aufwärtspotenzial wurde jedoch durch die Tatsache gebremst, dass der globale Markt weiterhin überversorgt ist. In Libyen soll die Öl-Produktion zeitnah noch einmal deutlich erhöht werden, was die Angebotslage weiter entspannen würde.

Da die preisstützenden Meldungen insgesamt überwiegen und die Ukraine-Krise wieder in den Fokus gerückt ist, werden sich Marktteilnehmer zum Wochenende ausreichend mit Öl eindecken. Man will sich gegen weitere Preissteigerungen bei einer möglichen Eskalation wappnen.

Die Heizölpreise sind durch die gestiegenen Ölpreise an den Börsen und den schwächeren Eurokurs erneut gestiegen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise