Ausfall der libyschen Ölexporte – Ölpreise sinken trotzdem weiter

15. Dezember 2014

In den vergangenen Wochen hat sich immer wieder ein Sondertreffen der OPEC angedeutet. Nun wird ersichtlich, dass die OPEC die Produktionsquoten weiterhin nicht kürzen wird. In Libyen ist es im Weiteren zu Exportausfällen gekommen, was die Ölpreisentwicklung langfristig jedoch eher nicht beeinflussen wird. Die Heizöl-Tagespreise werden heute günstiger erwartet.

Die OPEC hat nun bekanntgegeben, dass es nicht zu einem Sondertreffen kommen wird. Bei einem solchen Meeting hätten Quotenkürzungen für die Ölproduktion beschlossen werden können. Stattdessen teilen die Vereinigten Arabischen Emirate mit, dass sich die Ölpolitik der OPEC auch nicht ändert, wenn die Ölpreise auf 60 oder 40 Dollar fallen würden. So wird deutlich, dass das Kartell davon ausgeht, dass sich der Markt und damit die Ölpreise selbst stabilisieren werden.

In Libyen haben Gefechte dazu geführt, dass zwei Exporthäfen geschlossen werden mussten. Noch ist aber nicht absehbar, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Durch den Ausfall wird zwar Libyens Ölproduktion geringer, jedoch ist der Markt weiterhin sehr gut versorgt. Daher gehen die Experten davon aus, dass der Einfluss auf den Ölpreis eher gering ausfallen wird.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung am Ölmarkt und des weiter stabilen Eurokurses ist heute mit weiteren Abschlägen bei den aktuellen Heizölpreisen zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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