Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 21

27. Mai 2015

Heizölpreise gleich

Die Heizölpreise sind im Vergleich zur letzten Woche etwas angestiegen.
Der aktuelle Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Lieferung liegt im bundesweiten Schnitt am Ende der Woche etwas über 67 Euro pro 100 Liter. Der Euro zeigte sich bis auf einen kurzen Anstieg am Mittwoch stets im Abwärtstrend und verlor über die Woche gesehen annähernd 3 % zum US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Nachdem sich sowohl die Ölpreise als auch die Heizölpreise bis zur Mitte der 21. Kalenderwoche nachgiebig zeigten, verlief die Tendenz zum Wochenende wieder etwas fester. Der Durchschnittspreis für eine 3000 Liter Standard-Lieferung lag am Freitag mit etwas über 67 Euro pro 100 Liter nahe dem Preis zum Wochenbeginn.

Zunächst sorgten Meldungen über das Anlegen eines aus dem Iran kommenden Handelsschiffes im Jemen für Spannungen. Saudi Arabien vermutete dabei eine Waffenlieferung und drohte mit Konsequenzen. Diese wirkten jedoch kaum auf den Ölpreis, wodurch auch größere Schwankungen beim Heizölpreis ausblieben.

Der Eurokurs hat im Wochenverlauf an Stabilität gegenüber der US-Währung verloren. Die Veröffentlichung der schwachen US-Konjunkturdaten Mitte der Woche ließen auf die Unterstützung des Eurokurses hoffen. Dieser kam im Tagesverlauf am Mittwoch kurzzeitig bei 1,12 US Dollar zur Erholung. Im Wochenverlauf konnte der Euro seine Position gegenüber dem Dollar jedoch nicht verteidigen und brach bis zum Freitag wieder spürbar ein.


Heizölpreise Tendenz

Für die Prognose der Heizölpreise sind sie Entwicklung des Eurokurses sowie die Ölpreisentwicklung, insbesondere des europäischen Ölpreis-Index Brent, sowie von ICE Gasoil, ausschlaggebend. Nachdem der Eurokurs im Wochenverlauf deutlich nachgab, lag dieser am Freitag nur noch bei etwas über 1,10 US Dollar.
Entscheidend für die Euroentwicklung sollte zudem der Zeitpunkt der Zinswende in den USA sein. Laut Experten soll der Termin nun weiter nach hinten verschoben werden, was dem Euro etwas Zeit verschaffen könnte.
Sollte sich der Eurokurs in den kommenden Tagen nicht stabilisieren können, so würde sich das in US Dollar gehandelte Öl für Investoren und Händler aus anderen Währungsräumen verteuern.

Die generell aber niedrigen Ölpreise sind weiterhin vor allem durch die Überversorgung des Marktes mit Rohöl beeinflusst. Auch bei der Ölproduktion der OPEC-Länder gibt es derzeit keine Hinweise auf Produktionskürzungen, was das aktuelle Versorgungsniveau mit Öl auf dem gleichen Stand halten sollte. Aufgrund des OPEC-Treffens am Ende der kommenden Woche könnte der Handel mit Rohöl dennoch an Volatilität zulegen, da diese Treffen in der Vergangenheit oft Anreiz für Spekulationen gegeben haben.

Des Weiteren werden die US-Ölbestände in den USA über die aktuelle Nachfragesituation Aufschluss geben, die aufgrund des Feiertages erst am kommenden Donnerstag veröffentlicht werden. Diese wird Einfluss auf die Entwicklung des Ölpreises nehmen. Sollte sich die US-Ölnachfrage positiv entwickeln, könnte dies einen leichten Aufwärtstrend für die Ölpreise bedeuten, was sich wiederum auch auf die Heizölpreise auswirken könnte.

Auf Wochensicht wird sich der mittelfristige Seitwärtstrend vermutlich zunächst einmal fortsetzen. Abzuwarten sind die Kursentwicklung des Ölpreises und des Euro-Wechselkurses. Sollte der Ölpreis seinen aktuellen Stand verteidigen können und der Eurokurs keine weiteren Einbrüche erleiden, so müsste auch der Heizölpreis etwa auf aktuellem Niveau gehalten werden können. Dieser wird aber auch weiterhin von der politischen Entwicklung im nahen Osten abhängig sein.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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