Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 25

23. Juni 2015

Heizölpreis gefallen KW25

Der Heizölpreis hat sich im Wochenverlauf nur geringfügig verändert. Für eine 3000 Liter Standard-Lieferung lag dieser am Freitag pro 100 Liter im bundesweiten Durchschnitt nur etwa 30 Cent unter dem Preis zu Wochenbeginn. Insgesamt bewegte er sich auch nur in einer Spanne von 0,50 Cent pro 100 Liter. Zurückzuführen scheint dies auf die ebenfalls wenig veränderten Notierungen von ICE Gasoil und der europäischen
Referenzsorte Brent zu sein.

Heizölpreisentwicklung

Die Entwicklung der Preise für ICE Gasoil und Brent hielten sich in der vergangenen Woche in einer allgemein engen Spanne. Letztendlich ist die Notierung für ICE Gasoil um 5 US Dollar pro Tonne gefallen und die für Brent um 0,32 US Dollar pro Barrel gestiegen.

Als richtungsweisend galt zu Beginn der Woche die Bedrohung durch einen Tropensturm im Golf von Mexiko. Sollten solche Stürme auf Ölplattformen oder Produktionsstätten treffen, könnte es durchaus zu Ausfällen oder Störungen im Förder- oder Produktionsablauf kommen. Durch ein dann sinkendes Angebot würden sich die Preise für Öl an den Börsen tendenziell verteuern.

In den USA sind Stürme in den Sommermonaten jedoch kein Einzelfall. Experten sprechen sogar regelmäßig von einer Hurrikansaison von Anfang Juni bis Ende November. In diesem Jahr werden sich laut Wetterexperten statistisch etwa 8 tropische Stürme unterschiedlichster Stärke bilden. Im Falle eines drohenden Sturmes steigt tendenziell auch der Ölpreis. An den Öl-Börsen werden vorsorglich zumeist Risikoprämien für mögliche Ausfälle durch Schäden an den Ölplattformen oder in den Produktionsstätten berücksichtigt.

Der Eurowechselkurs zeigte sich, trotz Ausbleiben großer Sprünge, insgesamt auf einem guten Weg. Innerhalb der Woche legte er letztendlich um einen halben Cent zu. Dies war aufgrund der nun wieder bedeutsameren Griechenlandkriese nicht unbedingt zu erwarten. Die amerikanische Notenbank Fed hielt am Mittwoch ihre Tagung, in der es unter Anderem auch über den Zeitpunkt der Zinserhöhung in den USA gehen sollte.

Eine Anhebung des Zinses in den USA würde die Aufwertung der US-Währung bedeuten. Dies hätte wiederum die Stärkung des Dollars gegenüber dem Euro zur Folge. Die sich in den letzten Jahren erholte US-Wirtschaft müsse sich laut Experten in Zukunft aber weiterhin deutlich verbessern, um die Folgen einer Zinsanhebung besser abfangen zu können. Denn der im Zuge einer Zinserhöhung stärkere Dollar hätte vermutlich einen negativen Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft. Dieser würde das zu investierende Geld wieder teurer werden lassen und die Investitionsbereitschaft zügeln. Laut Analysten soll die Zinswende auf Grund des momentan wieder verlangsamten Wirtschaftswachstums nun eher gegen Ende 2015 oder gar erst im nächsten Jahr stattfinden.

Heizölpreise Tendenz

Die Heizölpreisentwicklung wird nun verstärkt auch vom weiteren Verlauf im Griechenlandkonflikt abhängig sein. Am Montag findet dazu erneut ein EU-Krisengipfel statt. Schon in der letzten Woche verwies der US-Finanzminister erneut ausdrücklich auf die Dringlichkeit von Lösungsvorschlägen seitens Griechenland. Der Sondergipfel der Eurostaaten am Montag gilt als eine der letzten Möglichkeiten auf eine Einigung zwischen den Hauptgläubigern und dem Land selbst, da bereits Ende Juni das aktuelle, schon einmal verlängerte Hilfsprogramm abläuft.

Ebenso werden wieder Wirtschaftszahlen aus Europa, China und den USA anstehen, die für Impulse den Ölpreisen und dem Euro-/Dollarkurs für Bewegung sorgen können. Am Donnerstag und Freitag findet zudem der EU Gipfel in Brüssel statt.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise