Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 32

Heizölpreis gefallen - KW 32

Der Heizölpreis ist im Verlauf der Woche auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gesunken. Nur im Januar dieses Jahres war Heizöl günstiger. Der Trend der Ölpreise zeigt weiter abwärts. Der des Eurokurses jedoch auch.

Heizölpreis Entwicklung

Der Preisverfall am Ölmarkt führt weiterhin zu sinkenden Heizölpreisen. Der europäische Ölpreisindex Brent knackte im Laufe der Woche die psychologisch wichtige 50 US-Dollar Marke und auch die für den Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil fiel zeitweise unter 470 US-Dollar.

Für die aktuelle Ölpreisentwicklung entscheidend ist die anhaltende Überversorgung des Ölmarktes. Entgegen der Prognosen im Frühjahr bleibt die amerikanische Ölproduktion konstant hoch. Die OPEC und weitere Produzenten wie Russland fördern gleichzeitig auf Rekordniveau. Die perspektivische Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verstärkt den aktuellen Kampf um Marktanteile zusätzlich.

Die globale Überversorgung zeigt sich mittlerweile auch bei der hochwertigen europäischen Mischsorte Brent. Das Nordseeöl besteht aus den Rohölsorten Brent, Ekofisk, Forties und Oseberg (daher auch Ölpreis-Index Brent) und ist auf Grund seiner hohen Qualität in der Regel sehr gefragt.

Jetzt wurde ein mit Forties beladener Supertanker (Kapazität bis zwei Millionen Barrel), der sich auf dem Weg nach Asien befand, in die Nordsee zurückgeholt. Dieser ungewöhnliche Vorgang wird als Indiz für eine vermutlich geringe Nachfrage gewertet.

Der Eurokurs steht weiterhin unter Druck. Am Devisenmarkt rechnet man noch in diesem Jahr mit einer Zinserhöhung in den USA. Ein  regionaler Notenbankchef sagte zur Wochenmitte, dass aus seiner Sicht nur eine deutliche Verschlechterung der Wirtschaftslage für eine Verschiebung der für September erwarteten Zinswende sprechen würde.

Dies würde wiederum den Euro belasten. Einige Analysten prognostizieren bereits, dass der Eurokurs in den nächsten Monaten sukzessive auf Paritätsniveau (ein Dollar = ein Euro) absinken könnte.

Da Öl und grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert eine nachgebender Eurokurs die Inlandspreise für Heizöl und Kraftstoffe.

Heizölpreise Prognose

Für die Prognose der Heizölpreise entscheidend ist die Entwicklung der Ölpreise und des Eurokurses. Die Ölpreise sind zuletzt recht deutlich gesunken. Für eine kurzfristige Gegenbewegung spricht momentan wenig. Es ist wahrscheinlicher, dass es sich bei den Preisanstiegen Mitte der vergangenen Woche um eine  Verschnaufpause handelte, da Händler Gewinne sichern wollten.

Die Ausrichtung der Marktteilnehmer hat sich grundsätzlich verändert, man spekuliert verstärkt auf fallende Preise. Die Short-Positionen für amerikanisches WTI Öl nahmen etwa doppelt so stark zu wie die Long-Positionen.

Als Short-Position bezeichnet man Verkäufe, die noch nicht durch Zukäufe gedeckt wurden. Man verkauft mehr als man zukauft und hofft, zu einem späteren Zeitpunkt günstiger nachzukaufen um seinen Gewinn zu maximieren.

Long-Postionen sind entsprechend Zukäufe, die noch nicht durch Verkäufe gedeckt sind. Man kauft mehr als man verkauft, um später bei steigenden Preisen teurer zu verkaufen und so den Gewinn zu maximieren. Die Anzahl der Long-Postionen am Markt ist für amerikanisches WTI Öl auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken.

Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Ölpreise im Verlauf der nächsten Wochen noch etwas nachgeben könnten. Es ist aber ähnlich wahrscheinlich, dass auch der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verlieren könnte.

Wer noch ausreichend Heizöl im Tank hat, kann durchaus darauf spekulieren, dass der Heizölpreis in den kommenden Wochen noch ein Stück weit nachgibt. Selbst wenn der Euro weiter verlieren sollte, würde das für Händler außerhalb der USA die Investition in Öl verteuern, sodass insgesamt eher von weiter fallenden Ölpreisen ausgegangen werden kann.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung oder halten Sie sich durch unsere News zur Heizölpreis Entwicklung auf dem Laufenden. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreis Entwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?