Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 35

Heizölpreis Woche gestiegen_KW35

Zu Beginn der vergangenen Woche konnten die Rohölpreise ihren Abwärtstrend zunächst fortsetzen. Ab Mittwoch jedoch wurde die starke Abwärtsbewegung zunächst gedämpft, bevor die Preise ab Donnerstag deutlich anstiegen.

Heizölpreis Entwicklung

Zu Beginn der vergangenen Woche setzen die Rohölpreise ihren Abwärtstrend der letzten Wochen fort. Auch der Euro konnte Kursgewinne verzeichnen und stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Januar. Heizölkunden profitierten deshalb von niedrigen Heizölpreisen. Zum Wochenbeginn kostete die 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt etwa 54 Euro pro 100 Liter.

Zunächst hatte es den Anschein, als ob die fallenden Aktienmärkte und die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China zusammen mit erwarteten Produktions- und Exportsteigerungen des Iran sowie einer hohen Ölförderung der USA und OPEC dafür sorgen könnten, dass die Ölpreise auch weiterhin auf niedrigem Niveau verbleiben.

Am Mittwoch jedoch wurde der starke Abwärtstrend der Ölpreise gedämpft. Marktteilnehmer führten die überraschend hoch geschätzten Bestandsabbauten in den US-amerikanischen Großtanklagern, die vom American Petroleum Institute gemeldet wurden, als Grund dafür an. Eigentlich hatte man mit einer abnehmenden Raffinerieauslastung in den USA gerechnet, wodurch der Verbrauch an Rohöl abgenommen hätte und die Bestände leicht gestiegen wären. Entgegen dieser Erwartungen meldete das API jedoch einen enormen Rückgang der landesweiten Rohölvorräte, was darauf hindeuten könnte, dass die Raffinerieauslastung nicht wie erwartet abgenommen hat.

Das Department of Energy (DOE) bestätigte am folgenden Tag zwar einen landesweiten Rückgang der Rohölbestände, dieser fiel jedoch nicht so hoch aus wie vom API zunächst angenommen. Dass die Rohölbestände trotz gesunkener Raffinerieauslastung abgenommen hatten, sei in erster Linie auf verminderte Importe zurückzuführen.

Am Donnerstag setzten die Ölpreise ihren begonnenen Aufwärtstrend fort. Bei Brent und WTI konnte sogar der stärkste Tagesanstieg seit drei Jahren beobachtet werden. Mit den Kursgewinnen an den Aktienmärkten in den USA und Asien waren die Ölpreise deutlich angestiegen. Auch die Meldung eines Lieferausfalls aus Nigeria wirkte stützend auf den Ölpreis, da durch den Ausfall das Ölangebot reduziert wird.

Zum Ende der vergangenen Woche vermehrten sich die Spekulationen um ein Sondermeeting der OPEC. Neben Venezuela sollen noch andere OPEC-Mitglieder ein Treffen beantragt haben, um die momentane Überversorgung des Marktes mit Rohöl und das niedrige Ölpreisniveau durch Produktionskürzungen zu regulieren. Bei den Mitgliedern, die das Sondertreffen gefordert haben, dürfte es sich vor allem um die Länder handeln, deren Haushalt stark von der Ölindustrie abhängig ist. Bei den derzeit niedrigen Ölpreisen wird es für diese Länder zunehmend schwieriger, einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen. Ob es jedoch tatsächlich zu einem Sondermeeting kommt, bleibt weiterhin unklar.

Zum Wochenende stiegen die Preise für Heizöl in Folge der erhöhten Rohölpreise an. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostete im bundesweiten Durchschnitt etwa 56 Euro pro 100 Liter, zwei Euro mehr als noch zu Wochenbeginn.  Trotzdem verblieben die Heizölpreise – in der mehrjährigen Betrachtung – auf niedrigem Niveau.

Heizölpreise Prognose

Neben den Rohölpreisen spielt der Eurokurs eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Heizölpreise. In der vergangenen Woche hatte der Euro zunächst seinen Aufwärtstrend der vergangenen Handelstage weiter fortgesetzt und war zeitweise auf den höchsten Stand seit Januar gestiegen. Am Mittwoch musste die Gemeinschaftswährung jedoch einen Teil der starken Gewinne vom Wochenauftakt wieder abgeben und wurde auch in den darauffolgenden Tagen wieder schwächer.

Der schwächelnde Euro und die deutlich steigenden Rohölpreise sorgten deshalb zum Wochenende für anziehende Heizölpreise. Diese Tendenz könnte sich zumindest in den nächsten Tagen weiter fortsetzen. Die meisten Marktteilnehmer gehen jedoch davon aus, dass die Preise an den Ölbörsen nach einem kurzen Aufwärtstrend schon bald wieder fallen könnten. Die Marktlage habe sich grundsätzlich nicht verändert und sei weiterhin von hohen Ölbeständen geprägt.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung oder halten Sie sich durch unsere News zur Heizölpreisentwicklung auf dem Laufenden. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

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