Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 36

7. September 2015

Heizölpreis Woche gestiegen_KW 36

Die vergangene Woche war von Ölpreisschwankungen geprägt. Vor allem die Spekulationen um gemeinsame Maßnahmen zur Produktionskürzung zwischen OPEC-Mitglied Venezuela und Russland sorgten für Unsicherheiten am Markt. Insgesamt konnte bei den Heizölpreisen ein leichter Aufwärtstrend beobachtet werden.

Heizölpreis Entwicklung

Zu Beginn der letzten Woche setzten die Ölpreise ihre Aufwärtsbewegung fort. Spekulationen um ein OPEC Sondermeeting zur Produktionskürzung stützten die Preise für Roh- und Gasöl. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung Heizöl kostete zum Wochenanfang im bundesweiten Durchschnitt 57 Euro pro 100 Liter.

Die am Montag veröffentlichte neue Statistik der Energy Information Administration (EIA) sorgte laut Marktteilnehmern für Unruhe an den Ölbörsen. Die EIA nutzte in ihrem monatlichen Report zur Rohölproduktion in den USA erstmals eine neue Methode zur Berechnung der US-Produktionsdaten.

In den neuen EIA-Monatsberichten werden Umfragewerte verwendet, die direkt von Rohöl- und Erdgasproduzenten aus 15 US-Staaten stammen. Diese stichprobenartigen Umfragewerte werden genutzt, um die Gesamtproduktion in den USA hochzurechnen. Die Stichprobe umfasst nach Angaben der EIA rund 450 von etwa 13.000 Anlagenbetreibern in den USA.
Bisher basierten die EIA-Berichte zur Ölproduktion auf Steuerinformationen und Produktionsdaten, die von staatlichen Behörden bezogen wurden.

Die EIA gab in ihrem Bericht an, dass die Ölförderung in den USA in diesem Jahr bisher niedriger als erwartet gewesen sei. Auch wenn dies den Preis grundsätzlich stützte, waren es besonders die Spekulationen um das OPEC Sondermeeting, die den Ölpreisen Auftrieb gaben. Ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin hatte zu Wochenbeginn bestätigt, dass es in China zu Gesprächen zwischen Putin und Venezuelas Präsident Nicolás Maduro kommen sollte. Hierbei sollten gemeinsame Maßnahmen zur Stabilisierung der Ölpreise thematisiert werden.

In der Wochenmitte erklärte jedoch der stellvertretende Premierminister Russlands, dass eine Kürzung der russischen Ölförderung nicht zur Diskussion stehe. Dies sei allein technisch zu schwierig. Daraufhin sanken die Ölpreise merklich. Die Heizölpreise sanken von durchschnittlich 59 Euro auf 57 Euro pro 100 Liter.

Marktteilnehmer warteten deshalb am Donnerstag auf den Ausgang der Gespräche zwischen Maduro und Putin. Nach anschließenden Aussagen des venezolanischen Präsidenten Maduro habe man sich auf preisstabilisierende „Initiativen“ verständigt. Um welche Maßnahmen es sich dabei handelt, bleibt jedoch weiterhin unklar.

Nach Schwankungen legten die Ölpreise ab Donnerstag wieder zu. Zum Wochenende kostete eine 3000 Liter Standard-Lieferung Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 58 Euro pro 100 Liter.

Heizölpreise Prognose

Neben den Notierungen an den Ölbörsen hat auch der Eurokurs einen entscheidenden Einfluss auf die inländischen Heizölpreise, denn Rohöl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, wird der Ölimport für Länder der Eurozone teurer. Kann der Euro dagegen Kursgewinne verzeichnen, werden Ölimporte für den Euroraum günstiger.

In der vergangenen Woche konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung zunächst unterhalb der 1,13 Dollarmarke halten. Erst am Mittwochnachmittag gab der Euro nach der Veröffentlichung der positiven US-Konjunkturdaten etwas nach.
Am Donnerstag wurde der Euro dann zeitweise unter 1,1100 US-Dollar gehandelt. Vor der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte er noch bei 1,1240 Dollar gestanden.
Die EZB hat in der Pressekonferenz am Donnerstag die Wachstumsprognosen für die Eurozone deutlich gesenkt.

Die Schwankungen der Ölpreise und des Eurokurses sorgten in der vergangenen Woche auch beim Heizöl für ein ständiges Auf und Ab. Insgesamt konnte ein leichter Aufwärtstrend beobachtet werden. Die meisten Marktteilnehmer gehen jedoch davon aus, dass die Preise an den Ölbörsen nach einem kurzen Aufwärtstrend schon bald wieder fallen könnten. Die Marktlage habe sich grundsätzlich nicht verändert und sei weiterhin von hohen Ölbeständen geprägt.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung oder halten Sie sich durch unsere News zur Heizölpreisentwicklung auf dem Laufenden. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

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