Ölmarkt bleibt überversorgt – Heizölpreise sinken stark

Dass es, wie gestern verkündet, in Libyen zu Exportausfällen kommen soll, hatte kaum Einfluss auf die Ölpreisentwicklung. Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend letztendlich weiter fort, da die Gesamtkonstellation am Markt weiter für sinkende Ölpreise spricht. Da gleichzeitig auch der Euro deutlich zulegen konnte, ist heute ein stark sinkender Heizölpreis zu erwarten.

Wie stark der Ölmarkt tatsächlich überversorgt ist, zeigt jetzt der Exportausfall in Libyen. Durch diesen gelangen große Mengen Öl nicht mehr auf den Markt. Jedoch ist die Überversorgung so groß, dass diese Mindermengen nichts an der Überversorgung ändern und der langfristige Einfluss auf den Ölpreis gering bleibt. Hinzu kommen die Ölpreissenkungen in Saudi-Arabien, Irak und Kuweit, sowie die Erhöhung der Ölproduktion in den USA, die die Marktlage im kommenden Jahr wohl weiter stärken wird.

Die Analysten deuten nun an, dass der Markt nicht mehr in der Lage ist, auf die Überversorgung zu reagieren. So sinkt der Marktpreis immer weiter und keiner der Experten kann sagen, wie lange sich diese Entwicklung noch fortsetzt. Die ersten Analysten gehen sogar davon aus, dass sich das Ölpreisniveau Ende nächsten Jahres bei 40 Dollar einpendeln könnte.

Bedingt durch den aktuell festeren Eurokurs und die weiter sinkenden Ölpreise ist der Tagespreis für Heizöl heute noch einmal deutlich gesunken.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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