Heizölpreise: Erster Anstieg seit Jahresanfang

Heizoelpreis steigt 22-01-2016

Die Heizölpreise werden heute zum ersten Mal seit Anfang des Jahres spürbar in die Höhe gehen. Gewinnmitnahmen als Gegenreaktion zu den tagelagen Abwärtsbewegungen auf den Ölmärkten lassen die Heizölpriese heute steigen. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt aber immer noch unter 40 Cent pro Liter.

Ölpreisentwicklung

Der europäischen Ölpreis-Index Brent für Lieferung im März notiert aktuell knapp über 30,00 US-Dollar pro Barrel, nachdem er gestern noch bei 29,25 US-Dollar pro Barrel geschlossen hatte. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 275,00 US-Dollar pro Tonne, ein Anstieg von etwa 15 US-Dollar.

Nachdem die Ölpreise einen Zwölf-Jahres-Tiefstand nach dem anderen angepeilt hatten, entstanden am gestrigen Nachmittag und später am Abend deutliche Kaufimpulse am Ölmarkt.
Anlass für die Händler waren  die gestern am späten Nachmittag veröffentlichten offiziellen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE).

Hatte das American Petroleum Institute (API) am Vortag noch über einen deutlicher Aufbau beim Rohöl und der Produkt-Bestände berichtet, so zeigte das DEO einen Abbau der Bestände bei den Destillaten. Jahreszeitbedingt  wäre dies auch zu erwarten gewesen, da neben Dieselkraftstoffen auch Heizöl zu den Destillaten gehört. So nahmen die Marktteilnehmer die Gelegenheit wahr, ihre bereits verkauften Positionen zu schließen.

Darüber hinaus scheint es im Kreise der OPEC immer mehr Stimmen zu geben, die doch ein Sondertreffen vor dem regulären Meeting im Juni wünschen. Ob dieses Sondertreffen zustande kommt und wenn ja, ob sich die OPEC auf Kürzungen verständigen kann, bleibt abzuwarten.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs schafft es heute Morgen leicht über 1,08 US-Dollar. Gestern hat die Gemeinschaftswährung ein kurzfristigen Tiefstand von  1,0778 US-Dollar erreicht, nachdem der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte. "Unsere Geldpolitik kennt innerhalb unseres Mandats keine technischen Grenzen." so Draghi.  Am Mittwoch hatte die EZB den Referenzkurs noch auf 1,0907 festgelegt.

Heizölpreisentwicklung

Obwohl der Heizölpreis heute zum Wochenende in einigen Regionen zum Teil über zwei Cent pro Liter steigt, kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt immer noch  unter 40 Cent pro Liter.
Der Preisrutsch der vergangenen Tage scheint vorerst gestoppt zu sein. Der Markt sucht den „angemessenen“ Preis.  Von einer Trendwende zu sprechen ist sicherlich noch viel zu früh, da sich an den Hauptthemen Überversorgung und Nachfragerückgang nichts geändert hat.  

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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