Heizölpreise fallen – Markt blickt auf Gespräche am Wochenende

7. Dezember 2016

Heizoelpreise sinkt 07122016

Die Heizölpreise fallen heute Morgen weiter und der Markt setzt den gestern begonnenen Preistrend zunächst fort. Mit Spannung werden die Gespräche von OPEC und Nicht-OPEC-Ländern am Wochenende zu Produktionskürzungen erwartet.

Ölpreisentwicklung

Auf das Jahreshoch von vergangener Woche folgen heute Morgen fallende Ölpreise. Der Markt reagiert damit auf die relativ ruhige Nachrichtenlage und scheint, so Experten, zunächst die Gespräche am kommenden Wochenende zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Ländern zu Produktionskürzungen in Wien abzuwarten. Dieses Treffen könnte zeigen, ob die OPEC-Ankündigung von vergangener Woche im nächsten Jahr tatsächlich Effekte auf die angestrebte Stabilisierung des Ölpreises hat.

Der Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) prognostiziert indes, dass der Einfluss der OPEC-Kürzungen auf den Ölpreis im kommenden Jahr nur wenig Einfluss haben könnte, da leichten Produktionssenkungen eine leicht erhöhte Nachfrage gegenüberstehen würden. Die aktuelle Prognose für Brent für 2017 liegt bei 51,66 Dollar pro Barrel, rund 0,75 Dollar mehr als bisher geschätzt.  

Weiterhin werden die kommenden Berichte von OPEC und IEA erwartet, die ebenfalls Informationen zu Annahmen über die weitere Preisentwicklung enthalten. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt am Morgen bei 53,50 US-Dollar pro Barrel. Das sind rund 0,4 US Dollar weniger gegenüber dem Schlusspreis von Dienstag (53,93 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert bei 465,75 US-Dollar pro Tonne und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vortages (470,75 US-Dollar).

Der Markt ist weiterhin ruhig und scheint zunächst abzuwarten – was fallende Ölpreise begünstigt. Es fehlen Meldungen, welche einen Preisanstieg auslösen würden. Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) zu den Rohölbeständen weist einen insgesamten Rückgang von 2,2 Mio. Barrel aus.

Gleichzeitig stiegen die Rohölvorräte in Cushing, Oklahoma um 4 Mio. Barrel an. Cushing ist das größte Pipelinekreuz der USA und damit ein wichtiger Faktor für die Bewertung des US-Rohölmarktes. Die gegenläufigen Werte des Berichts sorgten laut Experten dafür, dass die Meldung bisher wenig Einfluss auf den Markt gehabt haben könnte.

Die am Wochenende stattfindenden Gespräche zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Ländern zu Produktionskürzungen in Wien könnten ein Signal dafür sein, dass die angestrebte Preisstabilisierung für Öl für das Jahr 2017 umgesetzt werden wird.

Bisher ist fraglich, ob die am vergangenen Mittwoch angekündigten Produktionskürzungen der OPEC im nächsten Jahr tatsächlich Effekte auf den Ölpreis haben. Analysten halten fest, dass die Ankündigung bisher noch zu viele Unsicherheiten offenlassen würde.

Dabei geht es vor allem darum, ob sich die OPEC-Länder an die geringeren Produktionsmengen halten und wie sich die Nicht-OPEC-Länder letztendlich positionieren und mögliche geringere Quoten umsetzen.

So hat etwa Russland bereits Bereitschaft zur Senkung für 2017 signalisiert, allerdings erfolgt die Umsetzung sukzessive und über alternde Ölfelder, die wegen sinkender Produktivität sowieso aufgegeben werden sollen.

Gleichzeitig zeichnet sich für die US-Produktion im kommenden Jahr ein Aufwärtstrend ab und auch Libyen hat bereits Produktionssteigerungen angekündigt.

Sollte es am Wochenende in Wien zu einer Einigung kommen, wäre dies dennoch das erste Produktionsabkommen dieser Art und hätte damit eine wichtige Signalwirkung für den Markt. Auch im Falle eines Scheiterns der Gespräche könnte der Markt intensiv reagieren.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt heute Morgen stabil. Zum Tagesstart liegt er bei rund 1,07 Dollar und entspricht damit fast deckungsgleich dem Referenzkurs der Europäische Zentralbank (EZB) vom Dienstag.

Heizölpreisentwicklung

Aktuell sind die Heizölpreise nach der Steigerung der Vorwoche weiterhin leicht rückläufig. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 57,80 Cent pro Liter Heizöl und liegt damit rund 0,50 Cent unter dem Schlusspreis von gestern.

Wir raten unseren Kunden im Spiegel der aktuellen Preisentspannung zum baldigen Heizölkauf, insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Das gegenwärtige Preisniveau könnte nach Prognosen weiter steigen, Marktteilnehmer schauen zunächst auf die Auswirkungen der Verhandlungen von OPEC und Nicht-OPEC am Wochenende.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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