Heizölpreise geben wieder nach

1. September 2016

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Die Heizölpreise werden heute zu Beginn des neuen Monats sinken. Die US-Ölbestandsdaten waren am gestrigen Nachmittag überraschend hoch ausgefallen und unterstreichen damit wieder das Thema der Überversorgung.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise starteten in den September mit deutlichen Abschlägen zu den Vortagen und geben am heutigen Vormittag weiter nach. Jedoch ist die Abwärtsbewegung bereits deutlich abgeschwächt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent ging gestern Abend mit 46,89 US-Dollar je Barrel aus dem Handel. Heute Morgen zeigt sich bereits ein weiterer Preisrückgang an.
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit bei rund 411,50  US-Dollar je Tonne notiert, ein Rückgang um mehr als 10 US-Dollar im Vergleich zum gestrigen Tagespreis.
Die aktuellen US-Ölbestandsdaten des DOE (US Energieministerium) wurden von den Marktteilnehmern  als belastend für die Ölpreise interpretiert.
Zwar zeigte das DOE einen geringeren Aufbau in den Beständen bei den Destillaten als erwartet, dafür aber einen umso höheren Aufbau beim Rohöl, bei gleichzeitiger gestiegener Produktion der Raffinerien. Die Benzinvorräte nahmen weiter ab, jedoch nicht so deutlich wie prognostiziert , was auf eine bereits schwächelnde Nachfrage zum Ende des Sommers schließen lässt.
Alle Beobachter sind sich weitestgehend darüber einig, dass der Bericht die Überversorgung des Marktes weiter unterstreicht.
Somit ist auch verständlich, dass der Tropensturm Hermine im Golf vom Mexico zwar weiter vom Markt beobachtet aber auch nur als zeitlich begrenztes Phänomen bewertet wird.
Weiteren Aufschluss über die Nachfrage- und Versorgungssituation werden nun von den anstehenden Monatsberichten  von DOE, OPEC und IEA erwartet.
In den Fokus wird nun auch das OPEC Treffen in Algerien Ende September rücken. Zwar sind die Beobachter weiterhin skeptisch, der Markt wird jedoch sicherlich sensibel auf die eine oder andere Äußerung in Vorfeld reagieren.  

Entwicklung Eurokurs

Der Preis für einen Euro in  US-Dollar bewegt sich heute Morgen in einem engen Band lediglich in der dritten Nachkommastelle. Aktuell ist ein Euro etwa 1,1140 US-Dollar wert.
Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,1132 Dollar festgesetzt.

Weitere Impulse erwarten Händler nun von der Veröffentlichung von US-Konjukturdaten am Freitag. Hier eröffnet sich dann wieder ein Interpretationsraum zum Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung, wie sie jüngst von der US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen in Aussicht gestellt worden war.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung ist im bundesweiten Durchschnitt auf  50,73  Euro pro 100 Liter Heizöl gesunken. Das sind etwa 1,50 Euro weniger als noch zum Beginn der Woche.
Mittelfristig haben die Tagespreise für Heizöl durchaus noch Potenzial zu sinken. Deutlichere Preisrückgänge halten wir für den Rest der Woche jedoch für weniger wahrscheinlich.
Mit der nun ansteigenden Heizöl-Nachfrage werden besondere Liefertermine zunehmend knapper. Wer schnell oder zu bestimmten Zeiten beliefert werden möchte, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen.
Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.