Heizölpreise nun doch wieder fester

17. März 2016,

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Die Ölpreise ziehen nach der Andeutung durch die OPEC, Produktionsbegrenzungen seien auch ohne den Iran möglich, wieder deutlich an. Die US Ölbestandsveränderungen unterstreichen weiterhin die gute Versorgungslage und die US-Notenbank Fed lässt die Zinsen vorerst unverändert und stützt damit den Euro.

Ölpreisentwicklung

Waren sich gestern die meisten Marktteilnehmer darüber einig, dass die Preisrallye der letzten Wochen beendet sei, so dreht sich heute die Marschrichtung wieder. Da sich die OPEC Teilnehmer des Sondertreffens zur Produktionsbegrenzung bisher untereinander nicht einig waren, schwand die Wahrscheinlichkeit des Erfolges eines solchen Treffens zunehmend. Alleinig Russland erklärte jüngst für die kritische Meinung des Irans, sich dieser Begrenzung zu entziehen, Verständnis zu haben.
Der Sinneswandel kam nun durch die Ankündigung einiger OPEC-Staaten, dass man sich doch Mitte April in Katar treffen wolle. Mitglieder des Kartells sendeten Signale, dass auch ohne eine Beteiligung des Irans eine Produktionsbegrenzungen auf Januarniveaus vorstellbar sein und schwenkten somit auf die Position Russland ein.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell wieder über 40,00 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt heute deutlich über 370,00 US Dollar je Tonne.
Entscheidend für die Ölpreisentwicklung waren nicht nur die erneute Spekulationen um eine koordinierte Produktionsbeschränkung der großen Ölproduzenten, sondern auch die US-Ölbestände wurden leicht bullish interpretiert. Das DOE (Departement of Energy - Energieministerium der Vereinigten Staaten) vermeldete gestern einen weiteren Aufbau der Rohölbestände, diese blieben jedoch unter den Erwartungen. Ursächlich hierfür wird der weitere Rückgang der US-Schieferölproduktion genannt.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro baut seine Gewinne nach US-Zinsentscheidung weiter aus und hält sich über 1,12 US-Dollar, nachdem die EZB  (Europäische Zentralbank) den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,1064 Dollar festgelegt hatte. Trotz guter Konjunkturdaten zeigt sich die Fed zum Thema Zinserhöhung nun eher zurückhaltend, sollte doch nach der letzten Zinserhöhung im Dezember weitere Schritte folgen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 46,33 Euro pro 100 Liter. Damit kostet Heizöl heute immer noch etwa 15 Cent/L weniger, als noch vor einem Jahr.
Da die Heizöl-Nachfrage in den letzten Tagen stark nachgelassen hat, ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.
Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.