Heizölpreise sinken, Ölpreistendenz nicht eindeutig

13. Juni 2016

Heizoelpreis sinkt 13-06-2016

Die Ölpreise stehen weiter unter den gegensätzlichen Einflüssen der Ereignisse der letzten Wochen. Am Freitagabend meldete Baker Hughes einen weiteren Anstieg bei der Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen. Eine weiter steigende Nachfrage und die Sorge um die Produktion in Nigeria wirken jedoch weiter preistreibend. Nicht desto trotz ist für heute mit leicht sinkenden Heizölpreisen zu rechnen.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise liegen zum Beginn dieser Woche weiter in der Nähe von 50 US-Dollar je Barrel. Die europäische Referenzsorte Brent liegt leicht darüber und das amerikanische WTI-Öl darunter. Aktuell folgen die Ölpreise leicht von den preisdrückenden Nachrichten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell etwas über  50,00 US-Dollar je Barrel gehandelt, nahezu unverändert zu dem Schlusskurs vom Freitag. Das amerikanische Pendant WTI liegt bei etwas über  48,50 US-Dollar je Barrel. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, ging heute Morgen mit  445 US-Dollar je Tonne in den Handel.

Am Freitagabend wurden die Ölpreise durch einen weiteren Anstieg  der Anzahl aktiver Förderanlagen in den USA belastet. Der Baker Hughes Report zeigte zum zweiten Mal in Folge eine Zunahme bei der Gesamtanzahl der aktiven US Ölbohranlagen, nach fast drei Monaten negativer Meldungen. Mit annähernd  50 US-Dollar ist Fracking ist zum Teil wieder rentabel geworden. Die amerikanischen Schieferölproduzenten hatten in den vergangenen zwei Jahren massiv ihre Kosten gesenkt und die Effizienz der Anlagen damit gesteigert. Darüber hinaus warten eine Vielzahl von  teilerschlossenen Ölquellen darauf die Produktion aufnehmen zu können. Diese scheinen auf dem aktuellen Preisniveau für die Produzenten wieder interessant zu sein.

Am heutigen Morgen geben die Ölpreise dann auch leicht nach.

In dieser Woche richtet sich der Fokus der Händler neben den üblichen Bestandsdaten auf den aktuellen OPEC Monatsbericht der für heute erwartet wird.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 13.06.2016

  • OPEC Ölmarkt-Monatsbericht

Dienstag, 14.06.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Monatsbericht EIA 
  • USA Einzelhandelszahlen
  • USA Ex- /Importpreisindex

Mittwoch, 15.06.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)
  • FED Zinsatzentscheidung / Ausblick Geldpolitik

Freitag, 17.06.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Rede EZB Präsident Mario Draghi

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs verliert am Montag leicht gegenüber dem Referenzkurs von Freitag. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Freitag noch 1,1304 US-Dollar und war im Laufe des Montag vormittags bis auf 1,1232 gefallen.

Marktteilnehmer werden in dieser Woche weiter die Entwicklung zum anstehenden Referendum Großbritanniens, der FED Zinsentscheidung und der Rede des EZB Präsident Mario Draghi gespannt entgegen schauen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 52,43 Euro pro 100 Liter Heizöl. Wir erwarten, dass sich der Heizölpreis auch in dieser Woche oberhalb der 50 Cent pro Liter Heizöl hält. Im Moment spricht noch wenig für deutlich sinkende Ölpreise.

Unsere Empfehlung lautet: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten ob der Ölpreis die 50 Dollar Marke nachhaltig durchbricht und damit seinen Aufwärtstrend fortsetzt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich, auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Es gilt nicht als sicher, dass sich Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt bereits in diesem Jahr ausgleichen werden.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Falle, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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