Heizölpreise sinken um zwei Euro pro 100 Liter

Heizölpreis gesunken 10_09_2015

Mit der Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das API und des Monatsberichtes der EIA gingen die Ölpreise am Mittwochabend deutlich zurück. Diese Abwärtsbewegung setzt sich heute weiter fort. Der Heizölpreis sinkt im Vergleich zu gestern um durchschnittlich zwei Euro pro 100 Liter.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise folgten am Mittwoch ihrer am Morgen eingeschlagenen Aufwärtsbewegung. Spekulationen um die Aktivitäten der OPEC stützten die Preise weiterhin. Am Abend wurden dann die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, wegen des US-Feiertages am Montag einen Tag später als sonst üblich. Das API meldete deutliche Bestandsaufbauten. Daraufhin fielen die Ölnotierungen und gingen mit ihren Tagestiefs aus dem Handel.

Heute kostet ein Barrel der europäischen Rohölsorte Brent 48,36 US-Dollar, etwa zwei Dollar weniger als am Mittwochmorgen. Auch die für den Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil fiel um etwa 18 Dollar auf 464,75 US-Dollar pro Tonne.

Das American Petroleum Institute (API) geht in dem gestern veröffentlichten Bericht von starken Bestandsaufbauten sowohl beim Rohöl aus auch bei den Produkten aus. Die gestiegenen Rohölvorräte könnten zum einen auf eine gesunkene Raffinerieauslastung in den USA hindeuten, andererseits könnten auch Schwankungen bei den Importen zu den Anstiegen geführt haben.

Die Bestandsaufbauten bei Benzin und Destillaten könnten im Hinblick auf eine sinkende Raffinerieauslastung für einen Nachfragerückgang sprechen. Grund für eine sinkende Nachfrage könnte das Ende der Sommersaison sein, weil dann in der Regel die Reiseaktivität abnimmt und der saisonale Berufsverkehr zurückgeht.

Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte gestern Abend ihren Monatsbericht, der die Ölpreise zusätzlich unter Druck setzte. Die EIA geht demnach von einer überversorgten Marktlage aus, die auch im kommenden Jahr Bestand haben soll. Es wird prognostiziert, dass die Überproduktion zwar abnehmen, letztlich aber bestehen bleiben wird.

Die Daten des API und der EIA sorgten gestern für einen deutlichen Rückgang der Ölpreise. Marktteilnehmer erwarten heute die US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE), die ebenfalls aufgrund des Feiertages in den USA einen Tag später als üblich veröffentlicht werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro befindet sich nach seinen jüngsten Kursschwankungen wieder im Aufwärtstrend. Seit heute geht es an den chinesischen Börsen wieder bergab. Vermutlich sind die stark gesunkenen Erzeugerpreise Grund für die schlechtere Börsenstimmung, denn sie könnten auf eine sinkende Nachfrage und Deflationsgefahr hindeuten. Zudem stärken sie die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die chinesische Regierung mit weiteren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur gegensteuert. Die Erzeugerpreise in China verzeichneten zuletzt den größten Rückgang seit fünf Jahren.

Eine schwache chinesische Konjunktur schwächt insbesondere den US-Dollar, was dem Euro wiederrum Auftrieb gibt. Die europäische Gemeinschaftswährung hat heute Morgen die Marke von 1,12 US-Dollar überschritten und stand zweitweise bei 1,1216 Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Die sinkenden Ölnotierungen und der gleichzeitig anziehende Eurokurs sorgen heute für einen deutlichen Rückgang der Heizölpreise. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt 56,47 Euro pro 100 Liter, zwei Euro weniger als gestern.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preiseinbrüchen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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