Heizölpreise so günstig wie lange nicht mehr

21. Januar 2016

Heizoelpreis sinkt 21-01-2016

Der Heizölpreis hat seit Dezember im bundesweiten Durchschnitt acht Cent pro Liter verloren und kostet heute knapp 37 Cent. Das weltweite Angebot an Öl nimmt weiter zu und die Nachfrage sinkt.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt heute Morgen unter 28,00 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil wird unter 250,00 US-Dollar pro Tonne gehandelt. Die Ölpreisentwicklung wird weiterhin durch Überversorgung und Lagerengpässe einerseits und einem Nachfragerückgang andererseits bestimmt.

Alle Berichte der letzten Woche bestätigen dies und revidieren auch die Einschätzung, dass dieses Phänomen nur für die erste Jahreshälfte andauern wird. Die IEA (The International Energy Agency) geht in Ihrem letzten Monatsbericht  von einer Überversorgung von  1,0 Mio Barrel im Jahresschnitt aus.  Die Experten warnen davor, dass die Märkte im Öl „ertrinken“ könnten.

Gestern Abend, veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) ihre Einschätzung zu den US-Ölbestandsdaten. Hiernach war nicht nur eine deutlicher Aufbau  beim Rohöl zu verzeichnen, sondern auch ein Aufbau der Bestände bei den Produkten. Dies ist als ein Nachfragerückgang bei den Hauptprodukten Heizöl, Diesel und Benzin zu verstehen, da wartungsbedingt die Raffinerien ihre Produktion zurzeit drosseln und somit eher ein Abbau der Fertigprodukte zu erwarten war. Es wird sich zeigen, ob dies heute durch die offiziellen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) bestätigt werden kann.

Entwicklung Eurokurs

EZB belässt Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Dem Ziel, die Inflation auf zwei Prozent zu erhöhen wird immer schwieriger, da die niedrigen Ölpreise dem entgegenwirken. Trotzdem möchte EZB-Präsident Draghi seinen einmal eingeschlagenen Weg nicht verlassen. Der Eurokurs fällt heute daraufhin um 1 Cent und bewegt sich nun wieder um die 1,08 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert der sinkende Eurokurs die Ölimporte. Weil aber  die Ölpreise sehr deutlich nachgegeben haben, wird dies der schwächere Euro zunächst nicht kompensieren können.

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durschnitt etwas weniger als 37 Cent pro Liter Heizöl.
Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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