Heizölpreise steigen zum Wochenende um etwa 50 Cent an

Heizölpreis gestiegen 04_09_2015

Die Preise an den Ölbörsen sind nach einigen Schwankungen weitestgehend unverändert in den Freitag gestartet. Aufgrund des schwächelnden Euros steigen die Heizölpreise jedoch um etwa 50 Cent pro 100 Liter an.

Ölpreisentwicklung

Am Donnerstagnachmittag waren die Ölpreise kurzzeitig angestiegen, konnten ihr hohes Niveau jedoch nicht halten und gaben im Laufe des Abends wieder nach. Heute starten die Ölpreise deshalb wenig verändert in den Handel. Ein Barrel der Rohölsorte Brent kostet am Freitagmorgen 50,91 US-Dollar. Auch die für den Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil steigt um lediglich einen Dollar auf 484,25 US-Dollar pro Tonne.

Gestern haben sich wie angekündigt die Präsidenten Russlands und Venezuelas getroffen, um Maßnahmen zur Stabilisierung der Ölpreise abzustimmen. In den letzten Tagen hatten die Spekulationen um eine mögliche Kooperation zwischen der OPEC und Russland für große Unsicherheiten an den Märkten gesorgt. Würden die Ölexporteure eine gemeinsame Produktionskürzung bestimmen, würde sich das Ölangebot weltweit verknappen und der Ölpreis grundsätzlich wieder steigen. Am Dienstag erklärte jedoch der stellvertretende Premierminister Russlands, dass eine Kürzung der russischen Ölförderung nicht zur Diskussion stehe. Ungewiss blieb deshalb, welche Maßnahmen die Präsidenten Putin und Maduro besprechen würden.

Heute heißt es, zu konkreten Ergebnissen sei es gestern nicht gekommen. Nach Aussagen des venezolanischen Präsidenten Maduro habe man sich auf preisstabilisierende „Initiativen“ verständigt. Um welche Maßnahmen es sich dabei handelt, bleibt jedoch unklar.

Außerdem heißt es aus dem Markt, dass Saudi-Arabien seine Exportpreise für Öllieferungen im Oktober festgesetzt hat. Die Preisniveaus für die wichtigsten Ölsorten seien im Vergleich zu den Septemberpreisen etwas gesenkt worden. Man vermutet, dass die Preissenkungen eine Reaktion auf die schwach erwartete Raffinerienachfrage aufgrund von Wartungsarbeiten sind. Die Wartungssaison beginnt in der Regel Ende August beziehungsweise Anfang September.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat sich am Freitag nach seinen jüngsten Einbrüchen stabilisiert. Am Donnerstag wurde die Gemeinschaftswährung zeitweise unter 1,1100 US-Dollar gehandelt. Vor der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) stand der Euro noch bei 1,1240 Dollar.

Die EZB hat in der Pressekonferenz am Donnerstag ihre Wachstumsaussichten für die Konjunktur der Eurozone gesenkt. Zunächst belässt die Notenbank aber das Anleihekaufprogramm zur Stützung der europäischen Wirtschaft unverändert und auch der Leitzins soll bei 0,05 Prozent verbleiben. EZB-Präsident Mario Draghi kündigte jedoch an, weitere Maßnahmen einzuleiten, sollte das die schwächelnde Konjunktur der Eurozone und die zu niedrige Inflation notwendig machen.

Im September 2014 hatte die EZB den Leitzins auf das heutige Niveau gesenkt. Zusätzlich soll seit März die Wirtschaft mit einem Kaufprogramm für Staatsanleihen und andere Vermögenswerte gestärkt werden.

Heute Morgen steht der Euro bei 1,1152 US-Dollar und nähert sich damit allmählich wieder der Marke von 1,12 Dollar an.

Auch am Freitag warten Marktteilnehmer auf Signale hinsichtlich der Geldpolitik, allerdings nicht aus Europa, sondern aus den USA. Dort wird heute der Arbeitsmarktbericht der Regierung für den Monat August bekannt gegeben. Die Zahlen könnten für die US-Notenbank, die eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr angekündigt hatte, eine große Rolle spielen. Seit der Konjunkturkrise Chinas war es zusehends unwahrscheinlich geworden, dass die Zinswende bereits im September kommt.

Heizölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind heute weitestgehend unverändert in den Handel gegangen. Der schwächelnde Euro sorgt jedoch für einen leichten Anstieg der Heizölpreise, denn Rohöl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, wird der Ölimport für Länder der Eurozone teurer.
Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 58,24 Euro pro 100 Liter, etwa 50 Cent mehr als gestern.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preiseinbrüchen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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