Heizölpreise Trend und Prognose KW 1

11. Januar 2016

Heizoelpreis Woche gefallen kw0116

Bis zur Mitte der Woche blieb der Heizölpreis auf dem Level, den er seit Mitte Dezember letzten Jahres hielt. Am Donnerstag kam es dann zu einem starken Einbruch der Börsen in China. Der Preis für Öl fiel bis auf ein 12-Jahrestief. Bedingt war dies unteranderem durch die konjunkturelle Krise in China. Aber auch die starken weltweiten Aufbauten von Rohöl und Produkten setzte den Ölpreis weiter unter Druck.

Heizölpreise Trend

Der Preis für Heizöl war im Verlauf der letzten Woche starken Schwankungen ausgesetzt. So wurde der europäische Ölpreis-Index Bren zeitweise bei 33,07 US-Dollar je Barrel notiert. Damit war der tiefsten Stand seit 12 Jahren erreicht.
Bei einer 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostete der Liter Heizöl zum Ende der Woche im bundesweiten Durchschnitt knapp 43 Cent. Damit ist Heizöl um 2 Cent günstiger als zur Vorwoche.

Zu Beginn der Woche hielt die geopolitische Lage den Ölpreis stabil. Die Hinrichtung in Saudi-Arabien führte zu Spannungen mit dem Iran. Infolgedessen stieg die im Ölpreis enthaltene Risikoprämie. Zwar seien Produktionsausfälle eher unwahrscheinlich gewesen, jedoch bestand die Gefahr, die mittels des Preises auszugleichen war. So wirkte diese Spannung dem Preisverfall aufgrund der Überversorgung entgegen.

Weitere Meldungen über Angriffe der IS auf libysche Ölanlagen oder einen Wasserstoffbombentest in Nordkorea heizten die geopolitische Stimmung weiter an. Solche Meldungen bergen indirekt Gefahren für den Handel, weshalb sie den Preis stützen.
Zum Donnerstag kamen dann jedoch erneut Meldungen zur schwächelnden Industrie Chinas. So prognostiziert man dort das geringste Wirtschaftswachstum seit 15 Jahren. Dies führte zu Kurseinbrüchen an der chinesischen Börsen. Ein geringeres chinesisches Wachstum wirkt sich weltweit aus. So reduziert dies auch das prognostizierte Ölnachfragewachstum, welches jedoch so wichtig wäre, um das aktuelle Überangebot zu senken. Infolgedessen sank der Ölpreis.

Aber auch die Meldung über einen massiven Anstieg der Ölprodukte in den USA drückte den Preis. So sei die Gesamtnachfrage über alle Produkte innerhalb der Woche um 10 Prozent eingebrochen. Zudem verzeichne man einen Anstieg der amerikanischen Ölförderung. Weltweit stößt man bei der Lagerung von Rohöl zunehmend auf Kapazitätsprobleme.
Zum Wochenende konnte der Preisverfall dann etwas aufgefangen werden. Durch Eingreifen der chinesischen Regierung in den dortigen Finanzmarkt kam es zu einer Stabilisierung, sodass die chinesische Börse wieder leicht zulegen konnte.

Heizölpreise Prognose

Auf absehbare Zeit wird der Preis für Heizöl günstig bleiben. Analysten gehen sogar davon aus, dass das Abwärtspotenzial an der Börse noch nicht ausgeschöpft sei. So könne es auch zu weiteren Preisnachlässen kommen.

Sollten die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, so werden die sowieso schon großen Vorräte an Rohöl und Produkten noch schneller steigen, als bisher erwartet. Es ist somit wahrscheinlich, dass die Lagerkapazitäten ausgelastet sein werden, was den Preisdruck erneut verstärken könnte.

Global betrachtet ist die Nachfragesituation kritisch. So hat die Weltbank die Wachstumsprognose für dieses Jahr nach unten korrigiert. Vor allem betroffen seien die Schwellenländer und China. Infolgedessen gehe man auch von einem geringeren Ölnachfragewachstum aus.

Laut Analysten werde die Überversorgung in der ersten Hälfte des Jahres weiter zunehmen. Bedingt sei dies zum einen durch den Angebotsüberhang und die saisonal schwächere Nachfrage in der ersten Jahreshälfte. In Kombination mit den Engpässen der Lagerkapazitäten könnte dies zu neuen Ölpreistiefstständen führen.

In Deutschland ist aufgrund der tiefen Temperaturen und der im Januar saisonal höheren Heizöl-Nachfrage mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen

 

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