Heizölpreise Trend und Prognose KW 5

8. Februar 2016

Heizoelpreis gefallen kw516

Der Heizölpreis-Trend ist aktuell starken Schwankungen ausgesetzt. Im Laufe der letzten Woche sorgten Spekulationen zu einem möglichen Treffen der OPEC mit Nicht OPEC Mitglieder zu Produktionskürzungen für steigende Preise. Dem gegenüber standen unteranderem gestiegene US Ölbestände, die den Preis wiederum drückten.

Heizölpreise Trend

Im Laufe der letzten Woche nahmen Meldungen zu einem möglichen Sondermeeting der OPEC mit einigen Nicht OPEC Mitgliedern starken Einfluss auf die Ölpreisentwicklung. Dabei ging es um Kürzungen der Ölförderung. Eine solche Förderkürzung würde die akut bestehende Überversorgung reduzieren. Deshalb trieben die Nachrichten darüber den Preis für Öl nach oben. Doch im Wochenverlauf nahm die Wahrscheinlichkeit dazu ab und in Folge fiel auch der Ölpreis wieder.

Es haben sich zwar einige potenzielle Teilnehmer positiv zu einem Sondermeeting ausgesprochen, jedoch bestehen unterschiedliche Vorstellungen über das genaue Vorgehen. Russland z.B. würde mittels einer Steuererhöhung die Produktion unattraktiver machen wollen, aber keine direkten Quoten vorgeben. Auch der Iran spricht sich durchaus für ein Meeting aus, sieht für sich selbst jedoch keine Kürzungen vor, solange dort ein gewisses Förderniveau noch nicht erreicht wurde. Unter diesen Bedingungen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Saudi-Arabien einem Treffen zustimmt, sehr gering. Doch ohne die Saudis sind die Spekulationen über Förderkürzungen sinnlos.

Dem bestehenden Überangebot hinzu kommt der technologische Fortschritt im Bereich der Schieferölproduktion. Der enorme Preisdruck führte dazu, dass mit Hochdruck an Verbesserungen gearbeitet wurde. Nun ist es möglich, das Schieferöl günstiger und effizienter zu fördern. Vor allem die Kosten für die Förderung bereits erschlossener Quellen sind stark gesunken. So können einige US Unternehmen selbst bei den aktuell niedrigen Preisen noch Gewinne generieren. Da sie weiterhin die laufenden Kosten zu begleichen haben, scheint ein Produktionsrückgang eher unwahrscheinlich. Dies vergrößert das Überangebot und drückt somit den Preis.

Man kann erkennen, dass der Ölpreis aktuell sowohl preistreibenden als auch preisdrückenden Faktoren unterlegen ist. Daher ergeben sich die starken Schwankungen sogar innerhalb einer Woche.

Heizölpreise Prognose

Zum aktuellen Stand wird der Preis für Heizöl günstig bleiben. Es spricht wenig für weitere Preissteigerungen in der kommenden Woche.

Zurzeit erscheint eine koordinierte Förderkürzung eher unwahrscheinlich. Jegliche Überlegungen, das Überangebot zu drosseln, scheinen im Augenblick nicht zu fruchten. So wehrt sich der Iran, der erst seit kurzem wieder aktiv zur steigenden Ölfördermenge beiträgt, gegen jede Art von Kürzung. Stattdessen will man dort die Fördermenge ausweiten. Aber auch der Irak produziert in Größenordnungen, die es lange nicht gegeben habe. Zudem kündigte Saudi Arabien an, die Produktion kontinuierlich weiterzufahren. Und aus Russland lässt man verlauten, dass so viel produziert wird, wie seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr. Man kann erkennen, dass keiner der Teilnehmer so Recht zu Kürzungen bereit ist.

Um dem Markt eine Chance zu gewähren, müsste der Ölpreis, laut einiger Experten, zunächst so niedrig bleiben. Infolgedessen würde das Angebot außerhalb der OPEC abnehmen, da man davon ausgehe, dass einige Unternehmen der Nicht-OPEC-Länder dem Preisdruck nicht standhalten werden. Investitionen würden gekürzt werden und bestehende Ölquellen immer unrentabler werden. Damit würde das Angebot auf natürliche Weise abnehmen.

Dazu kommt es in gewisser Weise aktuell schon in den USA. Einige Unternehmen würden dem Preisdruck trotz kostengünstiger und effektiverer Fördermethoden nicht standhalten können. Dies führt zu Konkursanmeldungen der ersten Fracking Unternehmen. Einige Analysten sehen darin die Gefahr einer neuen Bankenkrise, da die Banken den Fracking Unternehmen hohe Kredite gewährt haben.

Es bleibt nun abzuwarten, inwiefern sich die Gerüchte über mögliche Produktionskürzungen entwickeln. Eine künstliche Reduzierung würde zur Minderung des Überangebots beitragen und damit den Preis auf lange Sicht stützen. Jedoch schein dies, wie schon gesagt, zum aktuellen Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich.

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