Heizölpreise weiter rückläufig

6. Juli 2016

Heizoelpreis sinkt 06-07-2016

Der Ölpreis-Index Brent bleibt deutlich unter der 50 US-Dollar Marke. US Ölrohölvorräte liegen weit über den Durchschnitt der letzten Jahre. Eine neue Studie zeigt das US Öl-Reserven größer als die von Saudi Arabien und Russland sein könnten. Nach den erneuten Anschlägen in Nigeria droht nun auch ein Streik der Ölarbeiter. Britische Pfund erstmals unter 1,30 US-Dollar seit mehr als 30 Jahren.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise geben weltweit weiter nach. Die preisdrückende Argumente gewinnen hinzu.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan knapp über 48,00 US-Dollar je Barrel gehandelt. Das amerikanisches Rohöl (WTI  West Texas Intermediate) notiert an der New Yorker Warenterminbörse (NYMEX) bei etwa 46,50 US-Dollar pro Barrel.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit knapp unter 420,00 US-Dollar je Tonne gehandelt und damit in etwas auf dem Niveau des gestrigen Schlusskurses.

Dem Markt fehlen im Augenblick die deutlichen Impulsgeber um eine Richtung einzuschlagen.

 Auf der preisdrückenden Seite finden sich die Einflussfaktoren wie eine gestiegene Öl-Förderung in den OPEC Ländern, hohe US Benzinbestände, das Votum der Briten zum Austritt aus der EU.

Preistreibend hingegen wirken ein weltweiter erwarteter Nachfrageanstieg im dritten Quartal diesen Jahres und Bestandsabbauten in den USA. Nach den erneuten Angriffen auf Nigerias Ölanlagen, droht nun auch ein Streik der Arbeiter.

Kurzfristig schauen  die Markteilnehmer auf  die wöchentlichen US Ölbestandsdaten. Hier zeichnet  sich erneut ein Abbau bei den Rohölbeständen ab. Die US Ölbestandsdaten des API werden wegen des US Feiertages am letzen Montag, erst für heute Abend und der Bericht des DOE für morgen erwartet.

Nachdem der Baker Hughes Bericht  eine weitere Zunahme der Gesamtzahl der US-Anlagen zur Förderung von Rohöl attestiert hat, berichtet der Informationsdienst Platts von einer Studie, die den USA die weltweit größten Rohölreserven bescheinigt. Demnach soll laut einer unabhängigen Studie von norwegischen Forschungsgruppe Rystad Energie die USA  die größten förderbaren Ölreserven der Welt noch vor Saudi-Arabien, Venezuela  und Russland haben.

Die potentiellen Reserven werden für die USA mit insgesamt 264 Milliarden Barrel, für Russland mit  256 Milliarden Barrel in Russland und für Saudi-Arabien mit  212 Milliarden Barrel angegeben.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt unter Druck. In den frühen Morgenstunden war die Gemeinschaftswährung unter  die Marke von 1,10 US-Dollar gerutscht, nachdem sie am gestrigen Nachmittag noch mehr als 1,11 Dollar gekostet hatte. Den Referenzkurs des Euro hatte die Europäische Zentralbank (EZB)  auf 1,1146 US-Dollar festgesetzt.

Stärker als der Euro verliert aber das britische Pfund, dass erstmals seit 1985 unter 1,30 US-Dollar gefallen ist. Damit hat die britische Währung rund 15 Prozent zu den Notierungen vor dem britischen Referendum verloren.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell rund 50,60 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder wieder nachhaltig ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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