Hurrikan Irma keine Gefahr für Ölförderung – Ölpreise stabiler

Die US-Raffinerieauslastung steigt nach dem Hurrikan Harvey weiter an. Hurrikan Irma veranlasst den Handel zu Sicherheitskäufen, was die Preise noch einmal steigen ließ. Die Meldung über die Produktionsaufnahme am lybischen Ölfeld Sharara bremste weitere Preissteigerungen indes wieder aus.

Ölpreisentwicklung

Nach dem Hurrikan ist zu dieser Jahreszeit allzu oft vor dem Hurrikan. Konnten bereits zur Wochenmitte die Raffinerien in Texas und Louisiana ihre Arbeit wieder aufnehmen, zogen nunmehr alle von Harvey betroffenen Anlagen nach. Die ursprüngliche Auslastung, konnte allerdings noch nicht vollständig wiedererreicht werden. In diesem Kontext sorgt der neue Hurrikan, Irma, nun für Verunsicherung. Die Wettermodelle sind zwar noch nicht konkret genug, aber es ist wohl davon auszugehen, dass Irma die Golfregion südlich der USA, und damit die Mehrheit der Ölproduktions- und Verarbeitungsanlagen in der Region, verschonen wird.

Im gestrigen Handel sicherten sich viele Marktteilnehmer dennoch ab und kauften kräftig Ölprodukte ein. In Anbetracht der Engpässe die Harvey jüngst verursacht hatte, ein nachvollziehbares aber vielleicht zu vorschnelles Verhalten, insbesondere dann, wenn die aktuellen Vorhersagen zum Verlauf von Irma zutreffen. In Folge der Absicherungskäufe zogen alle Notierungen kräftig an – die Sorte Brent erreichte sogar den höchsten Stand seit Mai, ICE Gasoil stieg auf ein neues Zweijahreshoch.

Erst eine Meldung fernab der Hurrikanregionen, konnte die Preisralley ausbremsen: Nach dem Produktionsstillstand am wichtigsten libyschen Ölfeld Sharara, könnte die Produktion, nun wohl auch dauerhaft, wieder aufgenommen werden. Als Grundlage dafür, dient nach Berichten wohl ein Abkommen zwischen den verantwortlichen Behörden und den Milizen, welche eine wichtige Pipeline in den vergangenen Wochen immer wieder blockierten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent notierte heute Morgen bei 54,02 US-Dollar, knapp einen halben Dollar über dem gestrigen Tagesstart. Im Laufe des Vormittags zog die Notierung bisher weiter an und erreichte bereits den Stand von 54,60 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, startete mit  520,25 in den morgendlichen Handel. Auch hier sind es im bisherigen Tagesverlauf bereits über 5 US-Dollar mehr und der Kurs stieg teilweise in den Bereich von 526,00 US-Dollar.

Sollte sich die Lage durch Hurrikan Irma doch noch weiter verschärfen und die Auseinandersetzungen verschiedener Staaten mit Nordkorea an Eskalation zunehmen, ist in den nächsten Tagen mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro nimmt weiter Fahrt auf und setzt seine Pendelbewegung weiter jenseits der 1,19-Dollarmarke fort. Zum Handelsstart am Donnerstag  steht er bei 1,1924 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Mittwoch liegt leicht darüber bei 1,1931 US-Dollar.

Im Verlauf des Tages konnte die Währung weiter deutlich zulegen und notierte bereits zum Mittag bei 1,1980 US-Dollar. Gespeist wird diese Entwicklung vor allem in den Erwartungen der Märkte an die heute stattfindende EZB-Zinssitzung. Die Märkte erwarten Bekundungen, wie es mit der EZB-Krisenpolitik weiter gehen wird. Insbesondere das EZB-Wertpapieraufkaufprogramm steht dabei im Fokus. Die EZB kauft seit mehreren Jahren Staatspapiere verschiedenster Mitglieder des Euroraums auf. Dies geschieht nicht ganz ohne Kritik, da der EZB mit ihrer Politik aus verschiedensten politischen Richtungen Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen wird.

Heizölpreisentwicklung

Auch wenn der Euro weiterhin stärker notiert, sind die sichtbaren Steigerungen bei den Ölpreisen auch heute Morgen der wichtigere Faktor für die inländischen Heizölpreise.

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,84 Cent pro Liter Heizöl. Das sind im Vergleich zum Vortag nochmals 40 Cent mehr.

Da uns das Wetter, der Nordkorea-Konflikt und die heute folgenden Berichte zu Ölbestandsdaten in den USA definitiv weiter beschäftigen werden, sind Preisnachlässe momentan eher unwahrscheinlich. Denn all diese Faktoren sind eher dazu geeignet, Öl zu verteuern – und auch der Euro als Gegengewicht steht eher auf tönernen Kurs-Füßen.

Darum ist die Entscheidung zum baldigen Heizölkauf jetzt genau richtig, denn dann sichern Sie sich ein gutes Preisniveau und machen sich von weiteren Entwicklungen unabhängig. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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