Euro-Zinsschritt entfällt, Heizöl leicht günstiger

26. Juli 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl zum Wochenende stabil 26.07.19

Die Ölbörse schreitet bei ruhiger Nachrichtenlage und ohne richtungsweisende Impulse gen Wochenende. Der Eurokurs ist jedoch in Bewegung. Die EZB entschied sich gegen einen Zinsschritt. Heizöl ist heute leicht günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Saudi-Arabien und Kuwait planen höhere Ölförderung
  • EZB unternimmt keinen Zinsschritt
  • Brent bei 63,54 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 586,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1144 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 67,84 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,84 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 68,05 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Zuspitzung des Iran-Konflikts

Vorerst keine weiteren US-Strafzölle gegen China

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

 

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

USA steigern Produktion deutlich weiter

Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,54 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 63,30 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 63,00 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 586,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 586,25 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 584,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 26.07.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Die Meldung des Department of Energy über den starken Rückgang der US-Ölbestände verlor am gestrigen Donnerstag bereits ihre starke Wirkung, denn Nachrichten aus der Golfregion brachten neue Impulse. Saudi-Arabien und Kuwait machten ihre Pläne über eine gesteigerte Ölförderung in der Neutralen Zone, die einst beide Staaten in Form eines gemeinsam verwalteten Gebietes voneinander trennte, bekannt. Diese Nachricht ließ den Ölpreis sinken und sorgte damit gemeinsam mit den Sorgen der Händler um die Weltkonjunktur für einen neutralen Kurs.

So erholte sich der Ölpreis im Laufe des Donnerstags von seinem kurzfristigen Verlust vom Mittwoch. Am Nachmittag wurden Statements der Europäischen Zentralbank bekannt, die eine lockere Geldpolitik ankündigten. Das stützte die Ölbörsen und sorgte für Aufwind. Allerdings ließ der tatsächliche Zinsentscheid den Ölkurs wieder sinken. Die EZB entschied sich gegen einen Zinsschritt, ließ eine mögliche Lockerung der Geldpolitik in der Zukunft jedoch weiterhin offen.

Weitere Impulse blieben bei einer ruhigen Nachrichtenlage aus. Heizölkäufer profitieren von der kurzzeitigen Schwäche des Euros, die den Heizölpreis hierzulande leicht sinken ließ. Wer gut auf den kommenden Winter vorbereitet sein will, kann nun ein moderates Preisniveau nutzen, bevor die Nachfrage und damit auch der Heizölpreis in der zweiten Jahreshälfte naturgemäß ansteigen wird.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1144 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1134 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1147 US-Dollar festgesetzt. 

Der Euro-/Dollar-Kurs verlor am Donnerstag kurzzeitig an Boden, als Statements der Europäischen Zentralbank kurz vor dem Zinsentscheid laut wurden. Demnach wurde eine Lockerung der Geldpolitik angekündigt, worauf der Devisenmarkt prompt reagierte. Jedoch handelte es sich dabei nur um Gerüchte.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland machten es dem Eurokurs zusätzlich schwer. Das ifo-Geschäftsklima meldete den tiefsten Stand seit April 2013 ohne eine Aussicht auf einen Aufschwung. Vor der Veröffentlichung der Daten bestand noch Optimismus, dass die zweite Jahreshälfte Besserung bringen würde. Diese Hoffnung hat sich nun aufgelöst. Das schwächte den Euro.

Am Nachmittag wurde der tatsächliche Zinsentscheid der EZB bekannt: Es würden noch keine Zinsschritte unternommen werden, denn die Gefahr für eine Rezession sei niedrig. Unsicherheiten in Folge der Handelskonflikte sorgen jedoch dafür, dass das Thema Zinssenkung noch nicht vom Tisch ist. Mit dieser Entscheidung bekam der Eurokurs eine Stütze und er konnte im laufe des Nachmittags wieder zulegen.
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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