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Nachrichtenarmut: Ölpreise treten auf der Stelle, Heizöl heute günstiger

16. April 2019, Felix Schmidt

Kaum neue Impulse - Heizölpreis sinkt. 16.04.2019

Ohne wirkliche Impulse blieben die Ölpreise auch gestern praktisch unverändert. Der EIA-Monatsbericht korrigierte allerdings die Erwartungen zur steigenden US-Ölproduktion. Selbst der Eurokurs blieb ruhig. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • EIA-Monatsbericht: US-Schieferölproduktion sinkt im April
  • Analysten sagen weiterhin steigende Ölpreise voraus
  • Brent bei 71,00 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 629,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1305 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,49 Euro / 100L


 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Weitere US-Sanktionen für Venezuela und Iran
Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen
Investitionen in US-Ölindustrie sinken

Russland deutet Produktionssteigerung an
Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 71,00 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 71,33 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 71,18 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 629,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 630,75 US-Dollar, der Schlusspreis ebenfalls bei 629,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 16.04.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Im Wochenvergleich haben sich die Ölpreise kaum bewegt, im Vergleich zu gestern scheint es gar keine Bewegung der Notierungen gegeben zu haben. Diese Werte müssen aber wie immer differenziert betrachtet werden. Einerseits verfolgten die Händler gestern zunächst eine Verkaufsstrategie, zum Abend hin ging es mit den Notierungen jedoch praktisch wieder aufs Ausgangsniveau zurück. Denn die preissteigernde Stimmung hält an. Dies bestätigen auch Analysten, die Lieferengpässe bei bestimmten Ölsorten und Ölprodukten vorhersagen und deshalb von Preisen um die 80 Dollar pro Barrel Brent ausgehen.

Der Monatsbericht der US-amerikanischen Energy Information Administration (EIA) hielt außerdem fest, dass die Schieferölproduktion im April sinken wird. Prognosen für Februar und März wurden nachträglich ebenfalls nach unten korrigiert.

Zum anderen sind die Preise auch deswegen scheinbar unverändert, weil der Frühwert sich praktisch nicht vom Schlusspreis unterscheidet, da nicht alle Händler in einer solch ruhigen Lage sofort zum Tagesstart mit dem Traden beginnen.

Mit dem ebenso stabilen Euro, der von der Abkehr der Investoren vom Dollar und einigen positiven Konjunkturaussichten getragen ist, können sich Heizölkäufer heute Morgen über ein weiterhin gefälliges Preisniveau freuen. Da sich viele Analysten einig sind, dass zur Jahresmitte hin mit weiteren Preissteigerungen aufgrund vieler politischer Faktoren zu rechnen sei, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und den Tank auffüllen, bevor es mit der Ruhe vorbei ist.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1305 US-Dollar, am Montag waren es 1,1306 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde noch bei 1,1313 US-Dollar festgesetzt.

Während der Dollar etwas von seinem Höhenflug zurückkommt, kann sich auch der Euro zur Abwechslung einmal selbst behaupten. Heute werden Konjunkturdaten aus Deutschland erwartet, die nach Markteinschätzungen erneut ein positives Stimmungsbild abgeben könnten. Sollte sich dies bestätigen, wäre es durchaus möglich, dass sich der Eurokurs weiter erholt und damit Heizöl für inländische Käufer günstiger macht. Denn Öl wird immer in Dollar gehandelt und dementsprechend günstiger, wenn sich der Wechselkurs zugunsten der jeweiligen Landes-/Währungsraumnotierung verändert.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • EIA-Monatsbericht korrigiert US-Produktionsdaten nach unten
  • Analysten rechnen mit Angebotsdruck zur Jahresmitte


EIA-Monatsbericht: Weniger US-Öl als erwartet

Der Monatsbericht der EIA ist dafür bekannt, dass er die wöchentlichen Einschätzungen zur US-Schieferölproduktion regelmäßig korrigiert. Meist nach unten. So ist dies auch für April geschehen – und nachträglich für Februar und März.

Bisher habe man rund 212.000 B/T weniger produziert, als noch im März geschätzt. Zudem sei die Produktion im Monatsvergleich um tatsächliche 127.000 B/T zurückgegangen. Gleichzeitig hielt der Bericht fest, dass die Anzahl der noch nicht fertig erschlossenen Ölquellen im Februar um 72 Anlagen unter den Prognosen gelegen habe.

Während die Werte für April immer noch eine Prognose bleiben müssen, ist zumindest diese Zahl definitiv.

Grundsätzlich lesen die Marktteilnehmer den EIA-Bericht als Bestätigung für die Annahme, dass die US-Schieferölproduktion sich angesichts der Weltwirtschaft stärker zurückhält als teilweise angenommen. Es ergibt schließlich keinen Sinn, ins Blaue hinein zu produzieren und den Markt zu fluten, ohne dass Abnehmer vorhanden sind. Der Preiseinbruch Ende 2018 war den Unternehmen eine Lehre.

Es könnte natürlich sein, dass sich angesichts der aufhellenden Stimmung eine Trendumkehr ankündigt. Doch es ist klar, dass die USA – genauso wie Russland und die OPEC – erst einmal abwarten wollen, wie sich der Ölmarkt und die Weltkonjunktur nun tatsächlich entwickeln.
 

Analysten rechnen mit „Lieferproblemen“

Wenn in den Analysen von einem Angebotsdruck reden, meinen sie damit, dass die Ölproduktion mit der Nachfrage – egal, wie hoch oder niedrig sie ist – nicht mitkommt. Diese Situation wird ungefähr für die Jahresmitte vorausgesagt. Man geht momentan stärker davon aus, dass die OPEC+Kürzungen sowie die Probleme in Iran und Libyen dafür sorgen, dass sich das Angebot über Gebühr verknappt, während die Nachfrage zwar wieder leicht zulegt, aber grundsätzlich erst einmal vorsichtig eingeschätzt wird.

Im Fokus stehen dabei auch die Destillate und eine interessante Umstellung: Schiffe, die bisher auf Schweröl liefen, müssen ab 2020 mit Treibstoffalternativen laufen. Marinediesel ist eine Möglichkeit, Kreuzfahrtreedereien nehmen auch Flüssiggas in den Fokus. Da die Umrüstung schon in diesem Jahr passieren muss, um die neuen Vorgaben ab 2020 zu erfüllen, dürfte sich der Bedarf angesichts der regen globalen Schifffahrt sprunghaft verändern.

Die Vorräte an Destillaten sind sowieso schon sehr niedrig, wie auch die Wochenberichte der amerikanischen Instanzen API und DOE seit geraumer Zeit zeigen: Trotz Zunahme bei den Rohölvorräten geht es mit den Destillaten bergab.

Die Raffinerien und ihre Auslastung rücken damit wieder stärker in den Fokus, da sie das Rohöl erst einmal verarbeiten müssen, bevor es auf dem Markt als Destillat angeboten werden kann. Und es muss festgehalten werden, dass Heizöl zu den Destillaten gehört und damit direkt im Mittelpunkt der „Lieferprobleme“ stehen könnte.

Die Frage bleibt dabei nun, wie stark sich diese Umstellung tatsächlich auswirkt und was in den Krisenherden und sanktionierten Ländern mit der Ölproduktion weiter geschieht. Selbstverständlich ist auch diskutabel, mit welchem Preisniveau letztendlich zu rechnen ist. Ob die allenthalben diskutierten rund 80 Dollar pro Barrel Rohöl realistisch sind, wird sich wohl erst zeigen, wenn der Sommer da ist.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,49 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es 70,96 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

     Felix Schmidt – Autor
            

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