Internationale Konflikte verschärft, Heizöl günstiger

2. August 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl zum Wochenende günstiger 02.08.19

Der Rohölpreis geht aufgrund der Ankündigung Trumps neuer Strafzölle gegen China auf Talfahrt, während der Eurokurs sich von seinem Kursrutsch aufgrund der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank erholt. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • USA-Iran-Konflikt: Neue Sanktionen gegen Iran
  • USA-China-Konflikt: Trump twittert von neuen Strafzöllen
  • Brent bei 61,96 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 576,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1080 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 67,34 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,34 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 69,39 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Zuspitzung des Iran-Konflikts

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

US-Notenbank senkt Zinsen

Produktionsausfälle in Libyen

 

Neue US-Strafzölle gegen China

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

USA steigern Produktion weiter deutlich

Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,96 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 64,37 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 61,10 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 576,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 597,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 597,50 US-Dollar. 

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 02.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Gestern Morgen hallten am Ölmarkt noch der Kursverlust von Mittwochabend nach. Der Ölpreis blieb auf seinem niedrigen Niveau, denn die Marktteilnehmer mussten ihre Verluste bewerten und Strategien entwickeln. Zahlreiche preistreibende Faktoren wirken derzeit auf den Ölpreis. Zum Beispiel die starken US-Rohölabbauten, Produktionsausfälle in Libyen oder die Spannungen zwischen USA und Iran. Die Grundstimmung am Ölmarkt drückt jedoch den Preis. Dies setzt sich zurzeit stärker durch. Viele Trader entschieden sich für den strategischen Verkauf, sodass der Ölpreis im laufe des Tages weiter fiel.

Am Abend gab der Ölpreis erneut nach, nachdem US-Präsident Trump sich zum Handelskonflikt mit China äußerte. Er kündigte neue Strafzölle an. Diese Maßnahme wird die Wirtschaft belasten und wirkt sich deshalb senkend auf den Ölpreis aus. Dieser reagierte prompt mit dem stärksten Kursverlust seit 2015, der ihn auf den niedrigsten Stand seit Juni brachte. Heute startete der Ölpreis bereits wieder auf höherem Niveau in den Tag. Heute Abend wird Trump sich zu den Handelsbeziehungen zu Europa äußern. Reaktionen des Ölpreises, aber auch des Euros sind nicht auszuschließen.

Wer die Vorbereitungen auf den nahenden Winter angehen möchte, hat nun eine gute Gelegenheit, den Heizöltank aufzufüllen. Der Heizölpreis folgte dem sinkenden Rohölpreis und der erholte Eurokurs sorgt für einen günstigen Inlandspreis. Machen Sie sich unabhängig von den preistreibenden Faktoren der geopolitischen Lage und füllen Sie Ihren Tank zum moderaten Preis auf.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1080 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1050 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1081 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs erholte sich gestern von dem Preisrutsch aufgrund der Entscheidung der US-Notenbank, die Leitzinsen zu senken und der dennoch optimistischen Stimmung im Bezug auf die Stärke des US-Dollars. Denn ein Senken des Leitzinses drückt normalerweise den Wert einer Währung. Doch die Fed kündigte an, keine weiteren Schritte unternehmen zu wollen, was dem US-Dollar nicht schaden dürfte.

Der Euro reagierte mit Wertverlust, der im Laufe des Donnerstages wieder korrigieren konnte. Der Eurokurs erreichte wieder annähernd den Stand von vor der Zinsentscheidung.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • USA-Iran-Konflikt: Neue Sanktionen gegen Iran
  • USA-China-Konflikt: Trump twittert von neuen Strafzöllen

 

USA verhängt Sanktionen gegen Irans Außenminister

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran verschärft sich weiter. Um den Iran dazu zu bringen, zum Internationalen Atomabkommen zurückzukehren, belegen die USA den Iran mit Sanktionen. In ersten Maßnahmen wurde eine große Einnahmequelle des Staates - der Ölhandel - mit Sanktionen eingeschränkt. Nachdem der Druck nicht die gewünschte Wirkung brachte, entschieden sich die USA nun dafür, das Gesicht der internationalen Verhandlungen mit Sanktionen zu belasten: Den iranischen Außenminister.

Das Vermögen des Außenministers Sarif in den USA wurde in dieser Maßnahme eingefroren und US-Bürgern wurde verboten, Geschäfte mit ihm zu machen. Sarif reagierte mit unbeeindrucktem Spott auf diese Maßnahme und bezeichnete sie als wirkungslos, da er keine Vermögenswerte in den USA besitze.

Trotz der angeblich wirkungslosen Maßnahme wird dieser Schritt den Konflikt weiter nähren und sich langfristig preissteigernd auf den Ölmarkt auswirken.

 

USA kündigt neue Strafzölle gegen China an

Der Ölmarkt blickt derzeit mit Sorge auf die Nachfrage, die angesichts der schwachen Weltwirtschaftsentwicklung und den spannungsgeladenen internationalen Handelsbeziehungen nachlässt. Nun verschärften sich diese Sorgen, denn der US-Präsident Trump kündigte gestern Abend per Twitter neue Strafzölle gegen China an.

Ab dem 1. September sollen alle Importe aus China mit Strafzöllen belegt werden. Zwar soll es Spielraum für Verhandlungen geben, doch Trump schloss einen Anstieg auf Strafzölle von über 25 % nicht aus. Der Waffenstillstand zwischen den USA und China ist damit gebrochen und eine Einigung scheint in die Ferne gerückt zu sein. Der Ölpreis reagiert darauf mit einem Preisrückgang.

 

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Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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Ricarda Altrichter - Autorin

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