Korrekturbewegung der Ölpreise

23. August 2016

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Die seit Anfang August vorherrschende Rallye bei den Ölpreisen scheint beendet zu sein. Nachdem die Ölpreise drei Wochen stiegen, ist heute wieder eine Abwärtsbewegung erkennbar. Im Zuge dessen geben auch die Heizölpreise heute nach und fallen unter 52 Cent.

Ölpreisentwicklung

Einige Marktteilnehmer waren bereits seit Tagen der Meinung, dass der Anstieg der Ölpreise in diesem Ausmaß nicht gerechtfertigt ist. Dementsprechend zügig findet deshalb jetzt die Korrekturbewegung statt.

Verglichen mit Freitag sind die Ölpreise bis heute Morgen bereits wieder um rund fünf Prozent gesunken.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 48,80 US-Dollar je Barrel gehandelt. Das ist eine Preissenkung von rund zwei US-Dollar seit dem Wochenende.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell für rund 432 US-Dollar je Tonne gehandelt.

Das Ende des aufwärtszeigenden Preistrends scheint nun vorerst erreicht zu sein und die übliche Korrekturbewegung am Rohölmarkt setzt ein.

Die Ölpreise hatten zuletzt das Niveau erreicht, bei dem Teile der US-Schieferölproduktion wieder rentabel geworden sind. Einigen Unternehmen wird es daher möglich sein ihre Förderung in den nächsten Wochen zu steigen.

Bei steigenden Ölpreisen, wächst meist auch der Verkaufsdruck der US-Ölproduzenten und diese versuchen ihre Produktion mittelfristig über Verträge gegen zukünftige Preiseinbrüche abzusichern.

Ein zeitweiliges Erreichen definierter Preisniveaus ermöglicht es Markteilnehmern in den USA somit mittelfristig höhere Mengen zu fördern.

Gleichzeitig steigt die Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen bereits seit zehn Wochen an. Die daraus resultierende Entwicklung der amerikanischen Produktionsmenge könnte in den nächsten Wochen damit preisdrückend wirken.

Auf der anderen Seite wird der Ölmarkt aktuell stark durch Spekulationen über eine mögliche Förderobergrenze der OPEC-Mitgliedsstaaten geprägt.

Analysten sind jedoch vorrangig der Ansicht, dass es selbst mit dem Beschluss einer Obergrenze, in diesem Jahr nicht mehr zum Erreichen eines Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage kommen wird.

Entwicklung Eurokurs

Heute Morgen erreichte der Eurokurs seinen höchsten Stand seit zwei Monaten. Damit kostet ein Euro derzeit rund 1,134 US-Dollar.

Der Grund dafür ist hauptsächlich das moderate Nachgeben des US-Dollars. Dieses lässt sich mit den Erwartungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed erklären.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 51,30 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Aktuell scheint es eher so, als würden die Heizölpreise wieder leicht sinken. Allerdings kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob sich daraus eine anhaltende Tendenz ergibt.

Kurzfristig auf stark fallende Heizölpreise zu spekulieren halten wir daher für sehr riskant. Insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nährt, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.