Leichter Anstieg bei den Ölpreisen

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Gestern gerieten die Ölpreise lediglich moderat unter Druck. Am Nachmittag stiegen die Ölpreise aber unter anderem wegen des gestärkten Dollarkurses wieder leicht an. Dennoch bleiben die Ölpreise unter der 50 US-Dollar Grenze. Der Heizölpreis rutscht wieder über 52 Cent.

Ölpreisentwicklung

Aufgrund der Erwartung einer zeitnahen Leitzinsanhebung in den USA ist der Dollarkurs momentan leicht gestärkt. Dadurch verteuert sich das in US-Dollar gehandelte Rohöl für Investoren außerhalb der USA.

Die deswegen belastete Öl-Nachfrage ist vermutlich der Hauptgrund für den geringen Anstieg im Verlauf des gestrigen Tages.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute für rund 49,40 US-Dollar je Barrel gehandelt und bleibt damit bereits seit über einer Woche unter der 50 US-Dollar Marke.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 430 US-Dollar je Tonne gehandelt. Verglichen mit Anfang Juni ist die Notierung damit heute zehn Prozent günstiger.

Der Fokus der Händler am Ölmarkt ist weiterhin auf die Spekulationen über mögliche Maßnahmen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gerichtet.

Es wird vermutet, dass die OPEC auf ihrem nächsten Treffen im September eventuell eine Angebotsobergrenze festlegen könnte.

Der Iran, als das zweitgrößte Förderland der OPEC, hatte jedoch bereits zuvor dazu geäußert, dass nur über eine Produktionsobergrenze verhandelt werden könnte, die über der derzeitigen Auslastung liegt.

Analysten gehen demnach aktuell davon aus, dass eine Zustimmung zu dieser Regulierung äußerst unwahrscheinlich ist.

Produzenten wie Nigeria oder Libyen hatten in der nahen Vergangenheit mit Produktionsausfällen zu kämpfen und sind nun vermutlich eher bestrebt wieder ein höheres Förderniveau zu erreichen.

Das Angebot am Rohölmarkt könnte darüber hinaus bald auch wegen des aktuellen Sturmtiefs in Nordamerika unter Druck geraten.

Derzeit befindet sich dieses im Golf von Mexiko, wo bereits einige Ölbohranlagen zum Schutz der Arbeiter abgeschaltet wurden.

Ansonsten warten die Marktteilnehmer heute wie üblich auf die Veröffentlichungen der US-Ölbestandsdaten zur Mitte der Woche.

Entwicklung Eurokurs

Seit die Vorsitzende der US-Notenbank am Wochenende eine Erhöhung des Leitzinses bis zum Ende des Jahres bestätigte, steigt der Dollarkurs langsam aber stetig an.

Inzwischen wird ein Euro deshalb nur noch für 1,117 US-Dollar gehandelt.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt leider wieder über 52 Cent pro Liter Heizöl.

Seit Anfang August sind die Heizölpreise insgesamt um rund 18 Prozent angestiegen und derzeit stellt sich fast täglich eine neue Richtung ein.

Momentan ist es dementsprechend schwer eine klare Tendenz bei den Heizölpreisen festzustellen. Auf stark fallende Heizölpreise zu spekulieren halten wir für sehr riskant.

Wenn sich der Tankinhalt dem Ende nährt, raten wir daher lieber auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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