Liter Heizöl kostet im Schnitt etwa 58 Cent

Heizölpreis gestiegen 30072015

Die Einschätzungen der US Notenbank über die aktuelle Wirtschaftslage der USA gibt dem US Dollar erneut Rückhalt, was den Eurokurs im Gegenzug etwas drückt. Somit steigen auch die inländischen Preise für Öl, was den durchschnittlichen Heizölpreis heute um etwa 3 Cent pro Liter verteuert.

Ölpreisentwicklung

Die Notierungen für Öl veränderten sich bis zum Nachmittag kaum und verliefen eher seitlich. Nach der Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten vom DOE reagierten sie jedoch mit einer Aufwärtsbewegung, fielen bis zum Abend aber beinahe wieder auf ihr Ausgangsniveau zurück. Am Donnerstagmorgen kostet eine Tonne ICE Gasoil wieder etwa 490 US Dollar. Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt knapp unter 54 US Dollar pro Barrel.

Die Daten der DOE sind im Gesamten als preistreibend zu bewerten, was sich am Mittwochabend auch in der Bewegung der Ölpreise wiederspiegelte. Sowohl bei Benzin- als auch bei den Rohölbeständen wurden wiedererwartend Abbauten gemeldet. Da im Baker Hughes Report am vergangenen Freitag ein deutlicher Anstieg der US-Ölbohranlagen gemeldet wurde, hielten Experten eher einen erneuten Anstieg der Rohölbestände für wahrscheinlich. Auf globaler Ebene wird die Situation dennoch als überversorgt eingeschätzt, da immer noch mehr Öl produziert als verbraucht wird.

Zum Ende der Sommermonate geht man in Saudi-Arabien allerdings mit einer abnehmenden Ölproduktion aus. Bislang befinde sich diese noch auf Rekordniveau. Da zu Beginn der Herbstsaison aber auch der Eigenbedarf des Landes deutlich sinkt, wird auch die Ölproduktion etwas reduziert werden.

Entwicklung Eurokurs

Nach der Sitzung der US Notenbank Fed kam der Eurokurs nach eher ruhig verlaufenden Vortagen wieder in Bewegung. Der Kurs viel unter 1,10 US Dollar und notiert aktuell bei 1,095.

Gestern Abend stand eine Entscheidung über die potenzielle Leitzinsanhebung der US Notenbank an. Nach der Finanzkriese in den USA ist die Anhebung des Zinses schon seit einigen Monaten im Gespräch. Gestern wurde jedoch erneut die Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus beschlossen, was einige Marktteilnehmer etwas überraschte. Aus dem Statement der Fed ging jedoch hervor, dass die aktuelle Entwicklung der Wirtschaftszahlen für eine baldige Zinserhöhung sprechen. In Zukunft liegt der Fokus vor allem auch auf der Entwicklung der US-Arbeitsmarktdaten und den Zahlen des Bruttoinlandsproduktes des zweiten Quartals. Fallen diese positiv aus, schließen einige Experten eine Zinswende im September nicht aus. Auch heute werden aktuelle Zahlen vom US Arbeitsmarkt veröffentlicht.

Von den positiven Einschätzungen der Fed kann der Dollar aktuell profitieren, was den Eurokurs etwas belastete.

Heizölpreisentwicklung

Kleine Aufschläge bei den Roh- und Gasoilpreisen und der unter Druck geratene Eurokurs lassen den inländischen Heizölpreis auch etwas steigen. Die gestärkte US Währung verteuert die Preise für Händler außerhalb der USA, darunter auch das in US Dollar gehandelte Öl. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt heute 58,07 Euro pro 100 Liter. Das Preisniveau liegt momentan dennoch weiterhin auf einem niedrigen Stand, sodass sich aktuell ein guter Kaufzeitpunkt für günstiges Heizöl ergibt.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?