Markt volatil: Ölpreise nach Schwankungen gestiegen, Heizöl etwas günstiger

30. Juli 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis steigt am Dienstag 30.07.2019

Zum Wochenauftakt blieb der Markt unentschieden, wie er sich verhalten soll. Die mögliche Zinssenkung der US-Notenbank Fed schürt Hoffnung auf eine regere Ölnachfrage. Durch diesen Impuls stiegen die Ölpreise leicht an. Heizöl ist dank kleiner Euro-Erholung etwas
günstiger als am gestrigen Abend.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Erhöhte militärische Präsenz in der Straße von Hormus
  • Möglicher Zinsschritt der Fed als positives Signal für die Marktentwicklung
  • Brent bei 64,04 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 589,50 US-Dollar
  • ​Euro bei 1,1138 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 67,95 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,95 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 67,60 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Zuspitzung des Iran-Konflikts
 Produktionsprobleme am Sharara-Ölfeld
 Vorerst keine weiteren US-Strafzölle gegen China
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

EIA, OPEC und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen
 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak
USA steigern Produktion weiter deutlich
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,04 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 63,19 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 63,82 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 589,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 583,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 586,75 US-Dollar.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 30.07.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die Themen, die wir im gestrigen Morgenreport angesprochen haben, blieben über den gesamten Montag aktuell: Die Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt, wenn auch vorerst von neuen Vorfällen verschont. Sowohl die Briten, als auch die USA und Südkorea haben marine Streitkräfte in das Gewässer verlegt, um die Sicherheit dort zu gewährleisten. Bisher sieht Iran dies nicht als Provokation an, auch wenn die Möglichkeit im Raum steht.

Wichtiger ist für die Händler allerdings die zu erwartende Zinssenkung der US-Notenbank Fed. Damit soll erreicht werden, dass der Dollar „günstiger“ wird und so Investitionen anregt. Auch Öl würde damit günstiger und die Nachfrage könnte steigen. Dies ließe zwar auch die Preise für ein Barrel steigen, aber für den Markt ist entscheidender, dass ein günstigerer Dollar ein wichtiger Schritt ist, um die momentan hinkende Weltkonjunktur wieder anzukurbeln.

Von den heute startenden Verhandlungen zwischen den USA und China verspricht sich kaum jemand neue Impulse, da hier die Fronten verhärtet scheinen. Doch allein die Tatsache, dass es überhaupt Gesprächsbereitschaft gibt, nimmt etwas Druck aus diesem Themenkomplex.

Der Montag brachte also kaum neue Erkenntnisse bzw. klare Impulse, was sich deutlich in den Preisschwankungen bei Öl ablesen ließ. Die Händler waren mit Prognosen beschäftigt und ließen sich eher von kurzfristigem „Schwarmverhalten“ zu Käufen und Gewinnmitnahmen animieren.

Die gestiegenen Ölpreise werden heute Morgen durch einen leicht gestiegenen Eurokurs wieder relativiert. Hier zeigen sich bereits erste Auswirkungen der Fed-Thematik.

Der heutige Heizölpreis liegt zwar über dem gestrigen Tagesstart, hat sich aber unterhalb des gestrigen Tagesdurchschnittsniveaus eingepegelt. Damit ist es eine gute Idee, sich möglichst bald für den Heizölkauf zu entscheiden und den Tank zu einem moderaten Preis wieder aufzufüllen. Denn die kurzfristigen Bewegungen werden uns wohl noch eine Weile begleiten.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1138 US-Dollar, am Montag waren es 1,1127 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1119 US-Dollar festgesetzt.

Die Mini-Erholung des Eurokurses spiegelt die Erwartung einer Zinssenkung in den USA durchaus wider, auch wenn klare Reaktionen erst erfolgen dürften, wenn die Fed morgen Abend ihre Entscheidung bekannt gibt. Dann wäre zunächst eine sichtbare Eurokurs-Erholung möglich.

Der Blick geht nun auch wieder gen Großbritannien, wo ein No Deal-Brexit immer wahrscheinlicher wird und damit auch die europäische Innenstabilität aufrütteln könnte. Die neue Regierung unter Boris Johnson will die Pläne mit aller Macht durchsetzen. Das britische Pfund hat darauf bereits mit heftigen Kursverlusten reagiert, die Frage ist nun, ob und wie der Euro davon in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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