Mehr US-Ölbestand: Ölpreise sichtbar gefallen

20. November 2019, Felix Schmidt

Gestiegerner US-Rohölbestand lässt die Ölpreise und den Heizölpreis fallen - 20.11.19

Die pessimistische Stimmung des Marktes zur Einigung zwischen den USA und China wurde gestern weiter eingetrübt. Zudem werden höhere OPEC-Förderbegrenzungen unwahrscheinlicher, während die US-Ölvorräte zu steigen scheinen. Der Heizölpreis ist heute günstiger

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • API: Deutlicher Bestandsaufbau bei Rohöl
  • Trump will ausschließlich US-freundlichen Handelsdeal
  • Russland könnte höhere Förderquoten ablehnen
  • Brent bei 60,77 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 560,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1072 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 66,12 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,12 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 66,48 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

▲ USA und China treiben Handelsgespräche voran
▲ China steigert Rohölimporte

► Brexit ungeklärt
► IEA-Jahres- und Monatsbericht

▼ Gestiegene US-Ölvorräte laut API
▼ OPEC+ sieht keinen Grund für höhere Förderbegrenzungen
▼ IEA-Monatsbericht meldet mehr US-Öl

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 60,77 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 62,29 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 60,75 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 560,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 572,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 567,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 20.11.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Es ist sicherlich kaum noch eine Überraschung, dass ein marktfreundlicher Handelsdeal zwischen den USA und China immer unwahrscheinlicher wird. Die Verhandlungen scheinen seit Wochen nicht voranzukommen, eine (wenn auch diffuse) Frist für einen Deal ist längst verstrichen. Gestern betonte Trump in einer Kabinettssitzung erneut, dass eine Einigung nur dann möglich sei, wenn alle US-amerikanischen Bedingungen erfüllt würden. Sollte das nicht der Fall sein, würden die USA weitere Zollanhebungen in Betracht ziehen.

Zwar ist die Hoffnung auf eine Einigung noch nicht vollständig dahin, doch für den Markt wird es immer drängender, ein klares Datum und klare Aussagen zu hören, bevor er sich dafür entscheidet, wieder eine positivere Position einzunehmen.

Gestern gab es auch von anderer Warte keinen Grund, die Ölpreise durch Käufe nach oben zu treiben. Nach Oman und Saudi-Arabien hat sich nun auch Russland laut Berichten gegen höhere Förderbegrenzungen im Rahmen des OPEC+Deals ausgesprochen. Damit steht der wichtigste Nicht-OPEC-Partner ganz auf der aktuellen Linie des Kartells, die für den Markt angesichts der Überversorgung kaum nachvollziehbar ist.

Dass diese Überversorgung real ist, ließ sich gestern auch aus den aktuellen US-Ölbestandsdaten ablesen, die laut API wesentlich mehr Rohöl in den Lagern meldeten als zuvor geschätzt.

In einem solchen Marktumfeld stellt sich die Preisfrage für inländische Heizölkäufer kaum: Das heutige Niveau für Heizöl ist verbraucherfreundlich und stellt daher eine perfekte Gelegenheit dar, den Tank vor dem Winter kostenbewusst aufzufüllen. Noch wichtiger daran ist, dass Sie sich mit dieser Kaufentscheidung von allen weiteren Entwicklungen unabhängig machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1072 US-Dollar, am Dienstag waren es 1,1079 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde bei 1,1077 US-Dollar festgesetzt.

Ändert sich die Euronotierung nur in der dritten Nachkommastelle, ist dies angesichts des aktuellen turbulenten Marktumfelds schon eine Überraschung – zumal diese Stabilität seit einigen Tagen anhält.

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sich die Marktteilnehmer vor den vielen Äußerungen und Protokollen der Notenbanken Fed und EZB zurückhalten und erst einmal abwarten, welche Signale für die zukünftige Geldpolitik gesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass spätestens ab morgen mehr Bewegung in die Devisenkurse kommen könnte.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • API: Signale für eine Überversorgung erhärten sich

Mit einem deutlichen höheren Rohölbestand als vom Markt erwartet, hat das American Petroleum Institute (API) gestern seinen eigenen Beitrag zum Abschwung der Ölpreise geleistet. Zwar nahm der Bestand an Destillaten saisontypisch ab und mit den Bestandsabbauten im größten Umschlaglager der USA in Cushing, Oklahoma werden die Aufbauten wieder relativiert.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-47-201119 // Alle Angaben ohne Gewähr

Doch für den Markt gelten diese Werte erst einmal als deutliches Signal dafür, dass die Sorgen um ein Überangebot von Öl am Markt berechtigt sind. Letztendlich darf man – wie immer – diese Werte jedoch nicht zu fundamental einschätzen, da es dem API schlicht an einer breiten, möglichst realistischen Datenbasis fehlt. Diese liefert wie üblich erst das Department of Energy, das seinen Wochenbericht am Nachmittag veröffentlicht und aufklären kann, wie es um die momentane US-Ölproduktion, die Nachfrage auf dem Binnenmarkt und das Verhältnis von Im- und Exporten steht. Das Wichtigste dabei ist, dass das DOE problemlos ein völlig anderes Bestandsbild als das API zeichnen kann.
 

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Felix Schmidt – Autor

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