Öl trotz fallender Kurse teurer – API meldet mehr US-Öl /Dollarkurs steigt

15. Februar 2017

Heizoelpreise steigen 150217

Die Ölpreise sind heute Morgen höher als zum gestrigen Tagesstart. Allerdings gaben die Kurse nach Aufwärtsbewegungen gestern nach, da das American Petroleum Institute (API) hohe Bestandsaufbauten bei US-Öl vermeldet hatte. Der Dollar legte zu, was für europäische Käufer ungünstig ist.

Ölpreisentwicklung

Verbraucher müssen sich heute Morgen auf gestiegene Heizölpreise einstellen, da die Ausgangslage am Markt für sie eher ungünstig ist. Zwar fielen die Preise gestern aufgrund des wöchentlichen API-Berichts zu US-Ölbeständen, hatten aber zunächst zugelegt und liegen jetzt über dem Niveau des gestrigen Tagesstarts.

Gleichzeitig stieg der Dollarkurs, weil Janet Yellen, Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Zinsanhebungen schon im März für möglich hält. Ein starker Dollar verteuert den Preis für Öl und Ölprodukte für Käufer außerhalb der USA, da Öl grundsätzlich in Dollar gehandelt wird.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 55,79 US-Dollar. Das ist zwar weniger als der Schlusskurs von gestern (55,97 US-Dollar), allerdings mehr als die 55,74 US-Dollar, die Brent zum gestrigen Tagesstart gekostet hat.

Bei ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, gilt ähnliches. Die Lieferung im März notiert aktuell bei 493,75 US-Dollar und damit sichtbar über dem Wert von gestern um die gleiche Zeit (491,75 US-Dollar). Der gestrige Schlusspreis lag allerdings bei 497,25 US-Dollar.

Der Kursverlauf des gestrigen Tages zeichnet dieses Auf und Ab deutlicher nach: Der Handelsbeginn lag noch auf niedrigerem Niveau, nachdem der OPEC-Bericht Februar von Montag am Markt recht skeptisch aufgenommen wurde. Die Kurse stiegen dann verhalten an, wurden aber von der Meldung ausgebremst, dass die US-Notenbank Fed eine Zinsanhebung für März nicht ausschließt. Das animierte viele Marktteilnehmer, Gewinne aus dem daraufhin stärkeren Dollar mitzunehmen und am Ölmarkt nicht zu kaufen, sondern zu verkaufen.

Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) zu den US-Ölbeständen lag wiederum weit über den Erwartungen zu Bestandsaufbauten und sorgte für weiter nachgebende Ölpreise. Der Vorrat an Rohöl sei in der letzten Woche um 9,9 Mio. Barrel gestiegen, statt wie erwartet 2,9 Mio. Barrel. Auch hatten Analysten nicht erwartet, dass die Bestände an Destillaten als Vorstufe von Ölprodukten wie Heizöl und die Vorräte an Benzin steigen würden, wie es der API-Bericht auswies.

Diese beiden Werte sind ein Indiz dafür, dass die Nachfrage nach Öl auf dem US-Markt momentan recht schwach ist, was häufig wiederum kurzfristig fallende Ölpreise nach sich ziehen kann und es gestern auch tat.

Wie immer wird der API-Bericht nun ins Verhältnis zum heute erscheinenden Bericht des Department of Energy (DOE) gesetzt, der ähnliche Faktoren abklopft, aber mit einer breiteren Datenbasis arbeitet. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der DOE-Bericht die recht großen Zahlen des API meist relativiert und außerdem präzisere Aussagen zur Nachfrageentwicklung treffen kann.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro ist momentan in Bedrängnis und notiert unter der 1,06-Marke bei 1,0566 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzpreis gestern auf 1,0623 US-Dollar festgesetzt.

Grund für diese Entwicklung ist eine Aussage Janet Yellens, der Vorsitzenden der US-Notenbank Fed. Sie hatte eine Zinsanhebung bereits für März in Aussicht gestellt, nachdem Beobachter vorher immer davon ausgingen, dass die nächste Anhebung später im Jahr erfolgen könnte.

Das letzte (und offizielle) Wort ist hier zwar noch nicht gesprochen, allerdings bedeutet im Regelfall schon die Aussicht auf einen höheren Leitzins eine Zunahme des Dollarkurses.

Heizölpreisentwicklung

Aus einem schwachen Eurokurs und den Ölpreisen über dem Niveau des gestrigen Tagesstarts ergeben sich für Verbraucher heute Morgen gestiegene Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60,60 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es 60,34 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das momentane Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Denn langfristig deutlich fallende Preise sind zumindest aus jetziger Sicht immer noch unwahrscheinlich.

Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.