Ölpreis bleibt stabil

31. März 2017

Heizölpreise steigen 310317

OPEC Staaten bekunden weiterhin Bereitschaft zu Produktionskürzungen. Russland und Irak halten sich weiter bedeckt. Mitnahmeeffekte im Handel für heute erwartet.

Ölpreisentwicklung

Die Märkte reagierten am Freitag insgesamt positiv auf die Bekundungen des OPEC Kartells, dass die über den Juni hinaus angestrebten Förderkürzungen realistisch sein könnten. Entsprechende Äußerungen Kuwaits und Saudi Arabiens waren wiederholt zu vernehmen. Die Preise zogen bis zum Handelsschluss leicht an. Die Lage in Libyen und die Erwartung eines Rückgangs der US-Rohölbestände bestärkten dieses Verhalten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Am Freitagmorgen startet der europäische Ölpreis Brent  mit 52,83 US-Dollar in den Tag. Das entspricht einem Minus von 0,13 US-Dollar zum Schluss Donnerstag (52,96 US-Dollar). Der für den inländischen Heizölpreis maßgebliche Indikator ICE Gasoil, notiert für die Lieferung im Mai aktuell bei 468,25 US-Dollar. Der Schlusskurs lag am Vortag bei 470,00 US-Dollar und somit um 1,75 US-Dollar niedriger als noch am Donnerstag.

Kuwait und Saudi Arabien bekennen sich erneut zu Produktionskürzungen über die erste Jahreshälfte 2017 hinaus. Russland verkündete zur Wochenmitte, dass es die zugesagten Kürzungen bereits zu zwei Dritteln umgesetzt hätte. Laut des russischen Energieministers Alexander Nowaks, soll die zugesagte Kürzung auf insgesamt 300.000 Barrel / Tag bald erreicht werden. Die Ankündigung des Iraks, die Produktion ab der zweiten Jahreshälfte wieder zu steigern, findet an den Märkten nach wie vor Beachtung. Klarheit wird es erst Ende Mai, nach dem OPEC-Gipfel in Wien geben.

Die Bekundungen der OPEC-Staaten zu weiteren Produktionskürzungen sorgen indes nicht nur für Aufatmen. Laut Äußerungen der Internationalen Energieagentur (IEA), könnte die Gefahr bestehen, dass die aktuell rhetorisch herbeigeführten Preisanstiege eine Zunahme der Öl-Produktion in den nicht-OPEC Staaten zur Folge haben. Dies könnte den Markt kurzfristig unter Druck setzen und die positiven Preiseffekte durch die Förderkürzungen der OPEC-Staaten kompensieren.

Auch der US-Markt bleibt weiterhin im Fokus. Obwohl nach dem DOE-Bericht die US-Rohölbestände auf einem Rekordhoch verharren, hatte dies kaum Auswirkungen auf die aktuelle Preisentwicklung. Mit dem Ende der saisonbedingten Raffinerie-Wartungen zum Wochenanfang, wird ein Anstieg der Produktion von Benzin und Mittel-Destillaten (Diesel und Heizöl) erwartet. Als Folge könnten die US-Rohölbestände in den nächsten Wochen sinken.

Für den Handelstag werden nach den zurückliegenden Preisanstiegen Mitnahmeeffekte erwartet. Wie stark die Auswirkungen auf den Ölpreis sein könnten, bleibt abzuwarten.

Entwicklung Eurokurs

Am Freitagmorgen startet der Euro mit einer Notierung von 1,0680 US-Dollar und damit nahezu unverändert zum Vortag (1,0737 US-Dollar) in den letzten Handelstag der Woche.

Das offizielle Austrittsgesuch Groß Britanniens hat indes keine weiteren Auswirkungen auf die Kursentwicklung des Euro. Druck entsteht aktuell durch Unklarheiten über die  zukünftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Laut Medienberichten könnte die EZB mittelfristig nicht vom Kurs ihrer lockeren Geldpolitik abweichen und die Märkte weiterhin mit billigem Geld überschwemmen. Positiv wirken sich neueste Zahlen zur Inflation aus. Sie ist in Deutschland mit 1,6% im März (Februar 2,2%) deutlich gefallen.

Heizölpreisentwicklung

Die Ölpreise haben heute Morgen erneut etwas nachgegeben. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt rund 57,43 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag waren es zur gleichen Zeit 56,96 Cent pro Liter.

Auch wenn die Witterung derzeit sehr mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie Heizöl Ratenkauf oder das heiz und SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen

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