Ölpreis etwas fester zum Wochenende

1. April 2016

Heizoelpreis-steigt-010416

Weiterhin ist der Heizölpreis starken Schwankungen ausgesetzt. Hatten die Daten des Departement of Energy die Notierungen am gestrigen Morgen zunächst gedrückt, stützten im Tagesverlauf gestiegene Preisprognosen für 2016 sowie der weiter starke Eurokurs den Ölpreis. Für heute ergeben sich somit leicht gestiegene Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Rein aus fundamentaler Sicht deuteten sich gestern Morgen weitere Abwärtsspielräume an. Wenn auch in geringerem Maße hatte das Departement of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) die vom American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) prognostizierten steigenden US-Rohölbestände größtenteils bestätigt. Dies drückte die Notierungen gestern Morgen.

Im Tagesverlauf hoben Analysten einiger Großbanken jedoch die Ölpreisprognosen erstmals wieder etwas an. Zudem meldete China sich verbessernde Konjunkturdaten. Infolgedessen zogen die Ölpreise am Nachmittag wieder etwas an.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Das europäische Nordseeöl Brent wird aktuell bei 39,85 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den Heizölpreis für das Inland maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 348,50 US Dollar je Tonne. Im Vergleich zu gestern Morgen konnten somit beide Notierungen wieder etwas aufwerten.

Die Daten zur chinesischen Wirtschaft stützen in dem Sinne, da China in den letzten Jahren einen maßgeblichen Einfluss auf die Ölnachfrageentwicklung hatte. Der Börsencrash an der chinesischen Börse Anfang des Jahres hatte die Aussicht auf eine sinkende Überversorgung stark gedrückt. Die nun besseren Wirtschaftsdaten könnten auf einen steigenden Bedarf an Öl in China hindeuten, womit die Ölnotierungen gestern wieder stiegen.

Trotzdem drückt das akute Überangebot weiter auf die Ölpreisentwicklung. Denn auch wenn in den letzten Wochen oft um eine koordinierte Produktionsbeschränkung spekuliert wurde, ist der Markt weiterhin mit zu viel Öl versorgt. Ein Treffen der großen Ölproduzenten am 17. April steht zwar fest, zum aktuellen Zeitpunkt aber machen die Teilnehmer nicht den Anschein, als wären sie tatsächlich an einer Reduzierung des Überangebots interessiert.

Denn erst gestern berichteten wir davon, dass Saudi-Arabien und Kuwait ein gemeinsames Ölfeld wieder in Betrieb nehmen wollen. Heute kommt hinzu, dass Libyens neue Regierung die Wiederinbetriebnahme der Exportanlagen ankündigt. Zwar habe das Land dem Treffen ohne hin abgesagt, aber die nun angekündigte Exportsteigerung würde das Überangebot weiter ausbauen.

Somit deutet aktuell nicht allzu viel auf ein sinkendes Ölangebot hin. Hinzu kommt, dass das Preisniveau nach oben begrenzt ist. Ein zu früher Preisanstieg würde einige Projekte in den USA wieder rentabel machen. Im Endeffekt würde der Ölpreis damit wieder deutlich fallen.

Es bleibt nun also abzuwarten, ob und inwiefern sich die großen Ölproduzenten am 17. April einigen können. Sollte es tatsächlich zu einer Einigung im Sinne einer Förderobergrenze kommen, könnte dies den Ölpreis möglicherweise stützen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs legt auch heute weiter deutlich zu und wird zum aktuellen Zeitpunkt bei 1,1408 US Dollar notiert.

Die besser ausgefallenen Inflationsdaten der Eurozone stützten den Euro bereits gestern Nachmittag deutlich. Es bleibt für heute abzuwarten, wie die amerikanischen Arbeitsmarktdaten ausfallen. Sollten diese sich eher positiv gestalten, könnte dies den US-Dollar wieder stärken und damit den Euro schwächen.

Doch zum aktuellen Zeitpunkt macht der starke Euro das grundsätzlich in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten günstiger. Dies steigert das Kaufinteresse und infolgedessen zogen die Notierungen an den Ölbörsen wieder an.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 44,87 Euro je 100 Liter Heizöl. Damit kostet Heizöl in etwa 30 Cent je 100 Liter Heizöl mehr als gestern.

Doch der starke Euro kann den Ölpreisanstieg etwas abdämpfen.

In den letzten Wochen hat die Heizöl-Nachfrage stark nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

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