Ölpreis fällt, Heizöl schließt sich an

23. Mai 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis am Donnerstag günstiger 23.05.19

Das Department of Energy bestätigt die Aufbauten der US-Rohölbestände aus dem API-Bericht und meldet sogar noch höhere Zahlen. Der Ölkurs reagiert mit fallenden Preisen. Trotz schwachem Euro schließt sich Heizöl diesem Verlauf an. Heizöl ist deshalb heute günstiger.

Öl- und Heizölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • DOE-Bericht: US-Rohölbestände steigen an
     
  • Brent bei 70,53 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 630,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1149 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 72,81 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,81 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 74,06 Cent pro Liter Heizöl.

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung


  Pipeline-Ausfall in Nigeria
  Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab
 Atomabkommen: Spannungen zwischen dem Iran und den USA verschärfen sich
  Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert

 Kämpfe in Libyen

 Neue Zölle in Handelsstreit China / USA
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 70,53 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug noch 71,68 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 70,83 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 630,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 641,25 US-Dollar, der Schlusspreis vom Mittwoch bei 642,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 23.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Der Trend des sinkenden Ölpreises zieht sich nun schon über mehrere Tage. Auch die aktuellen Notierungen liegen unter dem Vergleichswert vom Mittwoch. Gestern berichteten wir von den Aufbauten der US-Rohölbestände, die durch das American Petroleum Institute (API) gemeldet wurden. Zwar wird die Versorgungslage am Markt eher knapp eingeschätzt, doch die Meldung des API regte einen fallenden Kurs und Gewinnmitnahmen an. Gestern Vormittag begannen die Preise für Gasoil und das amerikanische Rohöl WTI zu fallen. Die Nordseesorte Brent folgte am Nachmittag.

Der nachgebende Ölpreis wurde am Nachmittag durch den Bericht des Department of Energy (DOE) bestätigt. Der DOE-Bericht geht mit dem des API einher, sodass der Ölpreis am Abend noch einmal fiel. Abermals bauten die USA ihre Rohölbestände auf. Während dieser Fakt in den vergangenen Wochen nur wenig Reaktion am Markt erntete, scheint nun der Plan, Bestände aufzubauen und damit den Ölpreis senkend zu beeinflussen, aufzugehen. Die Daten des DOE haben in dieser Woche somit einen größeren Effekt als die Spannungen zwischen USA und Iran oder die Versorgungsprobleme aufgrund der Sanktionen gegen Venezuela und dem Iran.

Seit Beginn der Woche sinkt zusammen mit dem Ölpreis hierzulande auch der Heizölpreis. Es ist ungewiss, wie lange der preissenkende Effekt der überraschenden Nachricht weiterer US-Ölbestandsaufbauten anhält. Geopolitische Unsicherheiten bestehen weiterhin und könnten den Markt schon bald wieder beeinflussen. Es ist deshalb nun eine gute Gelegenheit, die moderaten Preise zu nutzen und Heizöltanks aufzufüllen. So machen Sie sich unabhängig von den weiteren Entwicklungen am Ölmarkt.

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1149 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1152 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1153 US-Dollar festgesetzt.

Der Eurokurs gibt nach, doch die Stimmung am Devisenmarkt ist verhalten. Im Laufe des heutigen Tages werden verschiedene Konjunkturdaten veröffentlicht. Die Marktteilnehmer warten diese ab. Am Vormittag veröffentlicht das Ifo-Institut das Geschäftsklima für Deutschland. Das Marktforschungsinstitut Markit führte zudem eine Konjunkturumfrage durch, deren Ergebnisse heute veröffentlicht werden sollen. Beide Berichte können dem Eurokurs deutliche Impulse geben.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • DOE-Bericht: US-Rohölbestände steigen an

US-Ölbestandsveränderungen: Ölförderung sinkt, während Rohölbestände steigen

Der DOE-Bericht bestätigt in dieser Woche den ersten Eindruck, den der API-Bericht vom Vortag hinterlassen hat: Die US-Rohölbestände bauten weiterhin auf, während die Raffinerieauslastung zurück ging.

Die DOE-Daten im Überblick:

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-21-230519 // Alle Angaben ohne Gewähr

Analysten erwarteten eigentlich einen Rückgang der Rohölbestände und eine Zunahme der Raffinerieauslastung, denn in dieser Jahreszeit gilt es, sich auf die stärkere Sommernachfrage nach Benzin und Destillaten vorzubereiten. Die Aufbauten der Bestände überraschten die Marktteilnehmer. Sie fielen sogar höher aus als es das API ankündigte, weshalb sie einen stärkeren Effekt als in den vergangenen Wochen hatten.

Die unerwartet hohen Rohölbestände und ihre Auswirkung auf den Markt zeigt, dass es den US-Amerikanern gelungen ist, ihre Pläne durchzusetzen und einen wesentlichen Einfluss auf das Geschehen am Ölmarkt zu nehmen. Bauen die USA Rohölbestände auf, hat dieser Fakt einen größeren Einfluss als geopolitische Unsicherheiten und Versorgungsverknappungen durch Sanktionen und Produktionskürzungen. Es gilt, einen wachsamen Blick auf diese Entwicklung zu behalten, denn es ist ungewiss, wie nachhaltig der Einfluss der hohen US-Rohölbestände ist.

Informationen zum Heizölkauf

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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Ricarda Altrichter - Autorin

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