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Heizölpreis: Ölpreis sinkt, Heizöl ebenfalls günstiger

25. März 2019, Peter Dudda

Heizöl zum Wochenstart etwas günstiger 25.03.19

Der Freitag stand im Zeichen von Gewinnmitnahmen, denn enttäuschende Weltkonjunkturdaten deuten auf eine geringere Ölnachfrage hin. Der Ölkurs fiel daraufhin, der Heizölpreis folgt heute nach. Heizöl heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • USA: Anzahl der aktiven Ölbohranlagen sinkt
  • Brent bei US-Dollar / ICE-Gasoil bei US-Dollar
  • Euro bei US-Dollar
  • Heizölpreis bei Euro / 100L

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

OPEC+ Kürzungen Mitte des Jahres beschlossen
Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
Revolution in Venezuela und Sanktionen
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen
Ausnahmegenehmigungen bei Iran-Sanktionen für Irak

geschwächte Weltwirtschaftskonjunktur
Kanada, Brasilien und Libyen fördern wieder mehr Öl
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte zum Start der neuen Handelswoche bei 66,63 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug noch 67,89 US-Dollar, der Schlusspreis wurde vor dem Wochenende bei 67,03 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Montagmorgen bei 602,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 610,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 597,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 25.03.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Kurz vor dem Wochenende sank der Ölpreis, denn an den internationalen Ölmärkten entschieden sich zahlreiche Händler für Gewinnmitnahmen. Nachdem der Freitagmorgen noch von einem hohen Preisniveau am Ölmarkt geprägt war, befanden sich die Kurse zum Mittag bereits auf einem fallenden Kurs. Nachdem zur Wochenmitte die stark gesunkenen US-Bestände das Marktgeschehen dominierten, lagen vor dem Wochenende die weltweiten Konjunkturdaten im Fokus der Händler. Bereits am Morgen wurden Daten bekannt, die für eine enttäuschte Stimmung am Markt sorgten.

Am Freitag wurden unter anderem die Einkaufsmanagerindizes (EMI) der Eurozone und insbesondere Deutschlands zum verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht. Dieses monatlich erscheinende Konjunktur-Barometer gibt Aufschluss über die Wirtschaftsentwicklung, indem es Veränderungen der Industrie an Auftragseingängen, Exportaufträgen, Auftragsbestand, Einkaufsmenge und mehr aufzeigt. Die aktuellen Werte lagen diesmal deutlich hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer zurück. Für die Eurozone zeigte der Index die niedrigsten Werte seit sechs Jahren. Dies ließ letztlich auch den Ölpreis sinken, denn schwache Konjunkturdaten ziehen eine geringere Ölnachfrage nach sich, da bei einer schwierigen Wirtschaftslage der Energiebedarf sinkt.

Am Freitagnachmittag folgte der EMI der US-Wirtschaft. Er unterstützte die Abwärtstendenz des Ölpreises, denn auch die US-Wirtschaft ist laut EMI schwächer aufgestellt als erwartet. Die Händler reagierten schnell, um dennoch sorgenfrei ins Wochenende starten zu können: Sie setzten für Gewinnmitnahmen auf Verkäufe, wodurch die Kurse bis in den späten Nachmittag weiter fielen. Nach dieser Talfahrt fingen sich die Kurse gegen Abend wieder und stiegen leicht an. Dennoch ging der Ölpreis mit einem niedrigeren Kurs als am Morgen ins Wochenende.

Der sinkende Ölpreis in Verbindung mit einem Eurokurs, der heute Morgen im Vergleich zum Schlusspreis am Freitag wieder ansteigt, ergibt ein positives Bild für Heizölkäufer. Der Preis für Heizöl ist heute günstiger als zum Start des Wochenendes. Jetzt leere Tanks zu füllen kann sich lohnen, denn die letzte Woche hat es gezeigt: Aufgrund vieler Unsicherheitsfaktoren auf der Versorgungsseite, befinden sich die Märkte tendenziell weiter eher in einem preissteigernden Umfeld.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1308 US-Dollar, am Freitagmorgen waren es 1,1380 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1297 US-Dollar festgesetzt.

Der EMI hat natürlich auch Einfluss auf die europäische Gemeinschaftswährung. Die Werte des EMI ergeben eine Aussicht, die die Marktteilnehmer in eine angespannte Stimmung versetzt. Denn die schwachen Konjunkturdaten könnten eine weltweite Rezession ankündigen. Die europäische, insbesondere die deutsche Industrie bringt keine starken Wirtschaftsdaten, da die globale Nachfrage zurückgeht. Das drückt den Euro-Kurs nach unten.

Gegen die Werte des EMI steht der abgewendete Chaos-Brexit. Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU wurde auf den 12. April verschoben. Kann Hoffnung auf eine Einigung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über die Austrittsbedingungen bestehen? Das bleibt abzuwarten, doch vorerst wird das britische Pfund stabiler und auch der Euro findet eine Stütze darin, dass ein geregelter Ablauf des Brexit noch immer möglich ist.

Nun liegt der Eurokurs bei einem leichten Plus im Vergleich zum Freitagabend, was Heizölkäufer besonders freut, denn ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar stärker, wird das in US-Dollar gehandelte Öl für Käufer aus dem europäischen Währungsraum günstiger.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Anzahl der US-Ölbohranlagen sinkt

 

USA: Zahl der aktiven Ölbohranlagen geht zurück

Wie jede Woche wurde auch zum letzten Handelstag der vergangenen Woche die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen der USA veröffentlicht. Das Ergebnis: Zum fünften Mal in Folge sinkt dieser Wert. Dieser Abwärtstrend hält seit Beginn des Jahres an, sodass die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen seitdem bereits um knapp sieben Prozent gesunken ist. Seit April 2018 waren nicht mehr so wenige Anlagen aktiv. Das klingt dramatischer als es ist, denn trotz des Rückgangs ist das weitere Wachstum der US-Ölförderung nicht in Gefahr.

Der Rückgang liegt darin begründet, dass neue Ölquellen, die mit den Anlagen angebohrt werden, erst erschlossen werden müssen. Pipelines und Fördereinrichtungen müssen aufgebaut werden, bevor die angebohrte Ölquelle nutzbar gemacht werden kann. Darum zeigt die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen auf, wie die US-Ölförderung sich mittel- bis langfristig entwickeln wird. Der Ausblick zeigt, dass die US Ölförderung wahrscheinlich weiterhin, jedoch nicht rasant, wachsen wird. Ob die Ölförderung ausreichen wird, um den Plan des US-Präsidenten Trumps, der OPEC langfristig Marktanteile abzunehmen, durchzusetzen, muss sich noch zeigen. Derzeit stehen die Zeichen für die USA gut, das Machtgefüge am Ölmarkt verschieben zu können, wie es die International Energy Agency in ihrem aktuellen Bericht bestätigt.

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,46 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 68,61 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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