Ölpreis startet fest ins Wochenende

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Aufgrund von weiteren Produktionsausfällen werden keine dauerhaften Preissenkungen des Ölpreises erwartet. Auch die internationale Energieagentur (IEA) bestärkt in ihrem Monatsbericht die bisherige Prognose der Marktteilnehmer bezüglich einer zukünftig ansteigenden Nachfragemenge. Der Heizölpreis liegt in einigen Bundesländern bereits wieder über 50 Cent pro Liter.

Ölpreisentwicklung

Trotz eines temporären Preisfalls gestern Abend kratzt der Ölpreis heute wieder an der 48 US-Dollar Marke und zeigt keine Anzeichen zum Start des Wochenendes zu sinken.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell für rund 47,70 US-Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt heute Morgen beinahe unverändert gegenüber dem Vortag bei rund 415 US-Dollar je Tonne.

Am Donnerstagabend hatte der Ölpreis zum Abschluss des Tages eine kurzzeitige Preisdelle von circa
1 US-Dollar. Und das obwohl im gesamten Verlauf des Tages ein durchgängiger Trend knapp unter einem Preis von 48 US-Dollar pro Barrel zu erkennen war.

Diese temporäre Senkung des Preises lässt sich vermutlich mit der Meldung über eine Steigerung der kanadischen Ölproduktion erklären.

Nachdem viele Anlagen für die Ölproduktion aufgrund der Waldbrände heruntergefahren werden mussten, ist nach einer Woche nun scheinbar eine Besserung in Sicht.

Zur Mitte dieser Woche führte zunächst die Meldung über die tatsächlichen Mindermengen der Förderung von etwa 1,6 Millionen Barrel pro Tag zu einem Anstieg des Ölpreises.

Inzwischen scheint eine nicht mehr allzu hohe Anzahl der Ölförderanlagen von den Bränden bedroht zu sein, weswegen mit einer schrittweisen Wiederaufnahme der Produktion begonnen wurde.

Die gestrige Nachricht, dass die kanadischen Produktionsausfälle bereits merklich reduziert werden konnten und nun wieder unter 1 Million Barrel pro Tag liegen, bestätigt die bisherigen Erwartungen zu einer lediglich kurzfristigen Senkung der kanadischen Angebotsmenge. Das führte wohl zu dem temporären Preisfall gestern Abend.

Sobald die Förderung Kanadas wieder ihr normales Niveau erreicht hat, wird abzuwarten sein, ob dies die Ölpreise wieder nachhaltig drücken wird.

Prinzipiell vermuten derzeit viele Marktteilnehmer, dass der Ölpreisanstieg momentan stark von der weltweit hohen Anzahl an Produktionsausfällen beeinflusst ist.

Die in dieser Woche veröffentlichten Berichte des amerikanischen Energieministeriums und des Amts für Energiestatistik, die einen zukünftigen Anstieg der nachgefragten Menge an Öl durch zum Beispiel China oder Indien prognostizieren, wirken ebenfalls leicht bullish.

Entwicklung Eurokurs

Nach einer Woche mit einem fast durchgängig stabilen Euro/Dollar-Kurs, liegt der Euro aktuell wieder leicht unter  1,14 US-Dollar.  Damit zwar immer noch 9 Cent über Tiefstand dieses Jahres, aber eben auch wieder deutlich unterhalb des Höchststandes von knapp über 1,16 US-Dollar.

Expertenmeinungen über die weitere Entwicklung des Euro gehen momentan zunehmend stärker auseinander. So werden wieder Stimmen laut, die eine US-Zinsanhebung  im Sommer für möglich halten. In der nächsten Woche werden aus dem Umfeld des Fed, des Zentralbank-Systems der USA, Hinweise zur weiteren Zinspolitik erwartet.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet zum Ende der Woche im bundesweiten Durchschnitt 49,90 Euro pro 100 Liter Heizöl. Der Heizölpreis liegt damit pro Liter nur noch knapp unter der 50 Cent Marke

Zum Ende dieser Woche deutet kaum etwas auf eine zeitnahe Ölpreissenkung hin. Dementsprechend wären auch deutlich sinkende Heizölpreis eher eine Überraschung.

Schwankungen von ein bis zwei Cent pro Liter Heizöl sind aber immer möglich. Wir empfehlen daher unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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