Angriff auf saudisches Ölfeld: Ölpreise ziehen an, Heizöl ist kontant

19. August 2019, Ricarda Altrichter

Ölpreis steigt - Heizölpreis ist noch konstant. 19.08.19

Bei einem Drohnenangriff auf das saudische Ölfeld Shaybah soll es zu einem Feuer gekommen sein. Zwar sei die Produktion nicht betroffen, aber die Risikolage im Nahen Osten wird wieder als akuter eingestuft und treibt damit die Ölpreise nach oben. Heizölpreis ist kontant.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Jemenitische Rebellen greifen saudisches Ölfeld an
  • OPEC-Monatsbericht: weniger Nachfrage, höhere Bestände
  • Baker Hughes Report: 1 aktive US-Ölbohranlage mehr
  • Brent bei 59,29 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 563,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1092 US-Dollar
     

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 66,49 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,49 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 66,43 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Saudi-Arabien kürzt Produktion zusätzlich
Zuspitzung des Iran-Konflikts
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 OPEC+ Kürzungen werden verlängert
US-Notenbank senkt Zinsen

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen
 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak
USA steigern Produktion weiter deutlich
Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien
US-China-Handelsstreit

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 59,29 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 58,83 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 58,64 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 563,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 562,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 559,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 19.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

An der grundsätzlichen Konstellation des Marktes hat sich nichts geändert: Die Konjunktursorgen halten die Ölpreise auf niedrigem Niveau, doch die Preiskurven bleiben volatil. Der Monatsbericht der OPEC schlug zum Wochenende in die gleiche Kerbe wie die Analysen von EIA und IEA: Die Nachfrageentwicklung 2020 wird sinken, angetrieben vom Handelsstreit und anderen weltpolitischen Unsicherheiten.

Wichtig am Monatsbericht ist jedoch, dass das Kartell für den Juni 2019 eine sehr große Überversorgung konstatiert und gleichzeitig auch die Prognosen für den Rest von 2019 pessimistischer zeichnet als die anderen Berichte. Durchschnittlich müsse man mit einer Überversorgung von 0,2 Mio. B/T für 2019 rechnen.

Zusätzlich warnte die OPEC davor, dass man etwa den Brexit noch nicht eingepreist hätte, der sich in seiner aktuellen Entwicklungstendenz negativ auf das Preisniveau auswirken könne.

Diese Aussichten hatten jedoch über das Wochenende weniger Einfluss auf die Ölpreise als die Meldung, dass das saudische Ölfeld Shaybah von Huthi-Rebellen per Drohne angegriffen worden sei.

Zwar sei die Produktion nicht beeinträchtigt, doch die Rebellen aus Jemen, die dem Iran nahe stehen sollen, könnten nun weitere Angriffe vornehmen und die Konfliktsituation in der Region wieder zuspitzen. Saudi-Arabien hat selbst mehrfach Angriffe auf das von den Huthis kontrollierte Jemen vorgenommen und wurde dabei von den USA unterstützt.

Das Thema Risikoprämie wird für die Ölpreise also vorerst wieder bestimmend und treibt die Kurse an. Erschwerend für inländische Heizölkäufer kommt heute Morgen das gesunkene Euro-Niveau hinzu, das die Preise zusätzlich verteuert. Allerdings pendelt der Heizölpreis momentan noch fast auf dem gleichen Niveau von Freitag, liegt aber bereits über den Wochenendwerten.

Dennoch ist es angesichts der akuten Lage in Saudi-Arabien eine sinnvolle Entscheidung, sich schnell zum Heizölkauf zu entscheiden. Damit greifen Sie möglichen weiteren Preissteigerungen vor und machen sich von allen Entwicklungen unabhängig.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1092 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1102 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1076 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro pendelt momentan in einer engen Spanne, bleibt aber weiterhin auf seinem niedrigeren Niveau. Diese Handelswoche dürfte von den USA und der Notenbank Fed bestimmt werden.

Zum Wochenende wird die US-Notenbankkonferenz sicher viel beachtet werden, da die Zinspolitik der USA momentan der stärkste Seismograf dafür ist, wie die wichtigsten Volkswirtschaften auf die Konjunkturentwicklung reagieren und diese einschätzen. Auch das G7-Treffen am Wochenende in der Eurozone könnte in dieser Hinsicht Erkenntnisse liefern, die der Markt für sich nutzen könnte.
 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 19.08.2019

  • Verbraucherpreisindex, Eurozone

Dienstag, 20.08.2019

  • Erzeugerpreisindex, Deutschland
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Mittwoch, 21.08.2019

  • Fed-Mitglied Rede, USA
  • FOMC Protokoll, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA

Donnerstag, 22.08.2019

  • Jackson Hole Fed-Symposium, USA
  • Einkaufsmanagerindex, Deutschland + Eurozone
  • Markit PMI, Deutschland + Eurozone + USA
  • Arbeitsmarktdaten, USA

Freitag, 23.08.2019

  • Jackson Hole Fed-Symposium, USA
  • Fed-Chef Powell Rede, USA
  • Beschäftigungsdaten und Löhne, USA
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

Samstag, 24.08.2019

  • G7 Treffen, Eurozone
  • Jackson Hole Fed-Symposium, USA

Sonntag, 25.08.2019

  • G7 Treffen, Eurozone

*Termine ohne Gewähr
 

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