Ölpreis trotz steigender Bestände fest

17. August 2016,

Heizoelpreis gleich 170816

Weiterhin Sorgen die Spekulationen um mögliche Maßnahmen der OPEC zur Förderbeschränkung für Aufruhr am Ölmarkt. In der Nacht zu heute bremsten die aktuellen Daten des API den weiteren Anstieg jedoch etwas aus. So bleibt der Heizölpreis für heute zunächst relativ unverändert.

Ölpreisentwicklung

Produktionsausfälle in Nigeria sowie Bemühungen der OPEC, ein Treffen der Mitglieder zu organisieren, gaben dem Ölpreis im gestrigen Tagesverlauf weiter Auftrieb. Die weiche US-Währung machte zu dem Käufe für Investoren aus dem Ausland attraktiver, womit sich der Kaufdruck fortsetzte. Zum Nachmittag festigte sich der Dollar jedoch wieder und auch die Daten des American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) zu den Einschätzungen der aktuellen US-Ölbestände fiel nicht gerade preisstützend aus. Somit ergeben sich für heute nur leichte Steigerungen beim Ölpreis.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 48,77 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches den inländischen Heizölpreis maßgeblich beeinflusst, wird bei 424,00 US Dollar je Tonne notiert und hat damit im Vergleich zur Vorwoche um knapp 10 Prozent zugelegt.

Auch am gestrigen Tag blieb ein mögliches Treffen der großen Ölproduzenten zur Besprechung von regulierenden Maßnahmen das Thema an der Ölbörse. Die Bemühungen Russlands und Saudi-Arabiens deuten darauf hin, dass die ölproduzierenden Länder es ernst meinen. Allerdings bleibt abzuwarten, was tatsächlich in den nächsten Wochen passiert.

Denn alleine die Aussage, dass man in den OPEC-Kreisen über regulierende Maßnahmen nachdenke, führte zur Preisrallye der letzten Wochen. An der fundamentalen Lage hat sich weiter nichts geändert. Dies lässt viele Analysten an effektiv folgenden Taten zweifeln.

Schließlich hat die Preisrallye die Notwendigkeit einer Begrenzung automatisch reduziert. Dem hinzu kommt, dass sich der Markt laut einiger Experten bereits auf einem guten Weg befände, 2017 ein Gleichgewicht zu erreichen. Die Strategie der OPEC, den Markt kurzfristig überversorgt zu lassen, um so andere Marktteilnehmer aus dem Markt zu drängen, habe zwar etwas länger gedauert, scheint nun aber langsam zu funktionieren.

Vor allem Venezuela ist davon stark betroffen. Die Wirtschaft des Landes steht kurz vor dem Kollaps. Die Erdölförderung nimmt stetig ab, womit auch die Exporte sinken. Allerdings ist Venezuela das sechstgrößte OPEC-Mitglied mit den weltweit größten Rohölreserven. Ein Totalausfall würde sich somit merklich auf den Ölmarkt auswirken.

Solange die Spekulationen jedoch weiter Bestand haben, werden sie den Ölpreis stützen. Spannend bleibt nun, wie sich die aktuellen Daten zur US-Ölindustrie auswirken. Laut des Berichtes des API sind die Rohölbestände gesunken während die Produktbestände Zunahmen zu verzeichnen haben. Heute wartet man auf die Daten des DOE (Departements of Energy - Energieministerium der Vereinigten Staaten). Bestätigen diese die Daten des API, könnte dies den Ölpreis drücken.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hält sich mit aktuell 1.1268 US Dollar weiterhin über der Marke von 1.12 Dollar.

Im gestrigen Tagesverlauf stieg der Eurokurs kurzfristig über die 1,13 Dollar Marke. Kommentare aus dem Kreis ranghoher Notenbanker ließ dann jedoch durchblicken, dass eine Zinserhöhung noch dieses Jahr möglich sei. Damit stieg die Hoffnung auf Beendigung des Nullzinses in den USA. Die Folge war ein etwas stärkerer US-Dollar, womit der Euro etwas abschwächte.

Da Öl grundsätzlich in der amerikanischen Währung gehandelt wird, macht ein schwächerer Eurokurs  Käufe von Öl für Investoren aus dem Euroraum teurer. Deswegen ist die Betrachtung der Dollarkursentwicklung bedeutsam für die Ölpreisentwicklung im Inland.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 50,87 Euro pro 100 Liter. Damit bleibt der Heizölpreis ungefähr auf demselben Niveau, wie gestern.

Auf fallende Preise zu spekulieren, ist momentan recht riskant, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Wer sicher gehen will, sollte daher jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.