Ölpreis verabschieden sich schwächer in ein langes US-Wochenende

1. Juli 2016

Heizoelpreis sinkt 01-07-2016

Rohölpreise sinken wieder unter die 50 US Dollar Marke. Saudi Arabien senkt seine Preis für Lieferungen im August. Die OPEC Produktion steigt weiter und China´s Nachfrage nach Gasoil sinkt auf ein 6jahres-Tief.

Ölpreisentwicklung

Am Montag begehen die Amerikaner ihren Independence Day und freuen sich somit über ein verlängertes Wochenende. Die Börsen werden zu Beginn der Woche nur verkürzt geöffnet haben, so dass die Händler eher ohne größere Risiken in dieses Wochenende gehen. Dies erhöht tendenziell den Verkaufsdruck auf die Ölnotierungen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan knapp unter 50,00US-Dollar je Barrel für Lieferung im September gehandelt und somit auf dem Niveau von gestern Abend.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, kostet derzeit etwa 433,00 US-Dollar und hat damit 10,00 US-Dollar zu seinen gestrigen Schlusskurs verloren.

Nachdem die Ölpreise in den letzten Monaten deutlich gestiegen waren, scheint es, dass sich im Augenblick eine Verschnaufpause auftut. In den letzten Tagen beschäftigte das britische Referendum den Markt, der sich nun wieder der Frage von allgemeiner Nachfrage und Angebot widmet.

Die Angebotsseite hat eine weitere Steigerung der OPEC Fördermengen zu vermelden. Trotz dass der Irak und Nigeria in den letzten Monaten Schwierigkeiten hatten, wurden diese Fehlmengen durch die anderen Kartellmitglieder überkompensiert.

Hingegen die US-Förderung weiterhin abnimmt, so dem EIA Bericht (Energy Information Administration, dem  US-Amt für Energiestatistik) zu den offiziellen US Ölproduktionzahlen für April zu entnehmen. Bestätigung findet dies auch in den wöchentlichen Schätzungen  des DOE  (U.S. Department of Energy).

Auf der Nachfrageseite vermeldete der Informationsdienst Platts, dass China´s Gasoilnachfrage ein Sechsjahrestief erreicht hat. Zurückgeführt wird dies auf eine rückläufige Wirtschaftstätigkeit, die weniger Energie zur Herstellung bzw. zum Transport benötigt

Wenn dann zum  Beginn des Herbsts, die erhöhte Sommernachfrage der USA nachlässt und die Produzenten weltweit ihr derzeitiges Förderniveau halten, könnte es dann doch zu einer erneuten Überversorgung des Marktes kommen.

Kurzfristig schauen die Markteilnehmer weiterhin nach Norwegen, dem ein Ölarbeiterstreik droht.

Entwicklung Eurokurs

Aktuell hält sich die europäische Gemeinschaftswährung knapp über 1,11 Dollar und setzt damit die jüngste Entspannung am Devisenmarkt fort.

Den Referenzkurs hatte die EZB (Europäische Zentralbank) gestern auf 1,1102 Dollar festgesetzt, nachdem es am Mittwoch den Euro für 1,1090 Dollar zu kaufen gab. Auch das britische Pfund konnte sich ein wenig von den Turbulenzen der letzten Woche erholen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell rund 51,94 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder diesen Widerstand überwindet.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.