Ölpreis weiterhin auf Anstiegskurs

Heizoelpreis steigt 160816

Auch am heutigen Morgen sorgen die Spekulationen um eine Regulierung des Ölangebots seitens der OPEC und Russland für Auftrieb beim Ölpreis. Zusätzlich stützt die Sorge um Venezuelas Wirtschaft die Notierungen. So ergeben sich auch für heute Preissteigerungen beim Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Der Ölpreis setzte im gestrigen Tagesverlauf seinen Aufwärtstrend weiter fort. Und das, obwohl sich rein fundamental an der Marktlage nichts geändert hat. Die Daten zur US-Ölindustrie letzte Woche zeigten, dass dort auf Hochtouren gefördert wird. Ebenso bleibt die Produktion innerhalb der OPEC-Länder hoch. Doch zum aktuellen Zeitpunkt überwiegen die Spekulationen um eine mögliche Kürzung der Fördermengen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen bei etwas mehr als 48 US-Dollar je Barrel gehandelt. Das ist ein Preisanstieg von 8 Prozent innerhalb einer Woche. Auch bei ICE Gasoil ist im Vergleich ein Anstieg von 14 Prozent zu verzeichnen. Hier wird der Preis aktuell bei 422,75 US-Dollar je Tonne notiert.

Vorherrschend blieben gestern die Meldungen über eine mögliche Kooperation zur Beschränkung des Ölangebots. Dem hinzu kamen Mutmaßungen darüber, dass der russische Energieminister Alexander Nowak bereits Vorgespräche mit der OPEC diesbezüglich führe. Dies trieb die Preisrallye zusätzlich an.

So sehen einige Experten eine erfolgreiche Maßnahme in dem Zusammenschluss Russlands und der OPEC als regulierende Kraft am Markt. Diese Rolle hatte die OPEC 2014 abgegeben. Würden die beiden wichtigsten Ölproduzenten diese Rolle nun zusammen übernehmen, könnte dies den Markt eventuell stabilisieren.

Ein weiterer am gestrigen Tag stützender Punkt war die Lage in Venezuela. Die dortigen wirtschaftlichen Probleme steuern zunehmend auf einen Kollaps zu. Investitionen bleiben aus und auch die politischen Unruhen nehmen zu. Dadurch könnte es zu Produktionsausfällen kommen, welche den Marktausgleich beschleunigen könnten.

Trotzdem  bleiben viele Analysten der Preisrallye gegenüber weiterhin skeptisch eingestellt. Zum einen hat sich fundamental nichts geändert hat: die USA bauen ihre Ölindustrie samt Schieferölproduktion wieder weiter aus, die OPEC produziert auf sehr hohem Niveau und die weltweiten Ölbestände steigen.

Zudem besteht die Gefahr, dass die US-Schieferölindustrie bei steigenden Ölpreisen noch mehr Förderstellen aktiviert. Das Fracking ist im Vergleich recht kostenintensiv. Doch im Laufe der letzten zwei Jahre ist es den Entwicklern gelungen, das Fracking auch bei geringeren Preisen rentabel zu machen. Dies ist auch der Grund für die steigende Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen der letzten Wochen. Somit besteht die Gefahr darin, dass die US-Ölindustrie bei steigendem Ölpreis noch mehr Öl fördert, was das Überangebot zusätzlich ausbauen würde und den Preis im Endeffekt wieder drücken würde.

Es bleibt nun abzuwarten, inwiefern sich die Preisrallye weiter fortsetzt oder ob die US-Ölbestandsdaten, die im Laufe der Restwoche kommen, den Aufwärtstrend stoppen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat mit aktuell 1.1261 US Dollar die 1.12 Dollar Marke geknackt.

Enttäuschend Konjunkturdaten aus den USA drückten die amerikanische Währung. Vor allem der schwächer als erwartet ausgefallene Einzelhandel belastet die US-Wirtschaft. Eine baldige Zinserhöhung scheint damit zunehmend unwahrscheinlich. Dies lässt den Dollar-Kurs fallen.

Jedoch ist ein schwacher Dollar-Kurs für Investoren aus dem Euroraum von Vorteil. Denn Öl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Ein schwacher Dollar macht Öl für uns somit günstiger.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 50,74 Euro pro 100 Liter Heizöl. Damit ist der Preis im Vergleich zu gestern um etwa 70 Cent je 100 Liter gestiegen.

Auf fallende Preise zu spekulieren, ist momentan recht riskant, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Wer sicher gehen will, sollte daher jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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