Ölpreis wieder auf Berg- und Talfahrt

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Gestern befand der Ölpreis sich wieder auf einer Berg- und Talfahrt. Machte der schwache Dollar Öl für Investoren außerhalb der USA zunächst attraktiv und ließ den Ölpreis steigen, drückten die Daten des DOE die Notierungen am Nachmittag. Zusammen mit dem weiterhin starken Euro ergeben sich damit für heute gesunkene Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Gestern Morgen noch erhielt der Ölpreis Rückenwind vom geschwächten Dollar. Denn Öl wird grundsätzlich in der amerikanischen Währung gehandelt. Somit stieg das Kaufinteresse für Investoren außerhalb der USA, womit der Ölpreis im Tagesverlauf seine Verluste vom Vortag zunächst ausgleichen konnte.

Mit der Veröffentlichung der offiziellen Daten zur US-Ölindustrie des Departements of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) am Nachmittag gab es jedoch keine eindeutigen Impulse, die einen weiteren Preisanstieg gerechtfertigt hätten. So gaben die Notierungen wieder deutlich nach.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 38,81 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den inländischen Heizölpreis maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 344,75 US Dollar je Tonne und hat damit binnen einer Woche um mehr als vier Prozent abgenommen.

Schon das API (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) hatte am Dienstag steigende Rohölbestände prognostiziert. Das DOE bestätigte diese gestern, wenn auch in etwas geringeren Maße. Denn laut des DOE Berichtes habe auch die Raffinerieauslastung in den USA wieder zugenommen. Damit deutet sich ein Ende der Wartungsarbeiten in einigen US-Raffinerien an. Die Bestandsaufbauten sind somit geringer als noch zu Beginn der Woche erwarteten und dementsprechend auch nachvollziehbar.

Die abnehmenden Bestände bei den Benzinvorräten hatten nicht allzu sehr überrascht, da in den USA bald die Fahrsaison beginnt. Jedoch überwog gestern der Einflussfaktor der Bestandsaufbauten, sodass der Ölpreis zum Nachmittag wieder deutlich nachgab.

Zudem zweifeln Analysten mehr und mehr an einer Einigung beim geplanten OPEC-Meeting. So habe die Preisrallye des Februars, laut einiger Beobachter, rein auf Spekulationen aufgebaut. Viele hätten die Möglichkeit eines Abkommens zwischen den großen Ölproduzenten zur Begrenzung der Fördermengen als eine zukünftig verknappende Marktlage interpretiert. Damit stiegen die Notierungen von Brent über die 40 Dollar-Marke. Doch schon in den letzten Tagen blieben weitere stützende Signale aus, sodass den Spekulationen etwas der Wind aus den Segeln genommen wurde.

Gestern kam zusätzlich die Nachricht dazu, dass Saudi-Arabien und Kuwait ein gemeinsames Ölfeld wieder in Betrieb nehmen wollen. Bei vielen Marktteilnehmern lässt dies Zweifel aufkommen, da es nicht den Anschein macht, dass die großen Ölproduzenten tatsächlich an einer Reduzierung der Fördermengen interessiert sind. Somit steigt die Spannung, was letztendlich bei dem Meeting der großen Ölproduzenten am 17. April heraus kommt.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs kann auch am heutigen Morgen Gewinne verbuchen und wird derzeit bei 1,1357 US-Dollar notiert.

Somit profitiert der Euro auch weiterhin von der Aussage Janet Yellens von vor zwei Tagen. Da hatte die Chefin der US-Notenbank Fed sich sehr vorsichtig zu einer Fortsetzung des Zinsanhebungskurses geäußert. Dementsprechend gehen viele Experten nun davon aus, dass eine Anhebung des Zinskurses noch etwas auf sich warten lässt, womit der Dollar vorerst günstig bleibt.

Dementsprechend bleibt das in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten vorerst günstig, was das Kaufinteresse stärkt.

Heizölpreisentwicklung

Der gesunkene Ölpreis in Verbindung mit dem gestärkten Euro sorgt heute für sinkende Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 44,67 Euro pro 100 Liter. Heizöl kostet damit mehr als einen Cent weniger als noch letzte Woche Donnerstag

In den letzten Wochen hat die Heizöl-Nachfrage stark nachgelassen. Dementsprechend ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

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