Ölpreis wieder schwächer

19. Februar 2016

Heizoelpreis-sinkt-19-02-2016

Die gestern Nachmittag veröffentlichten US-Ölbestandsdaten setzen den Ölpreis erneut unter Druck. Zudem kommen immer mehr Analysten zu der Einschätzung, dass die Deckelung des Angebotes im Bereich der Januar-Fördermenge nicht ausreicht, um die Überversorgung abzubauen. Dadurch ergeben sich für heute günstigere Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Mit der Aussicht auf eine Deckelung des Öl-Angebotes im Bereich der Fördermenge vom Januar, behielt der Ölpreis bis in den Nachmittag sein festes Niveau. Dann veröffentlichte das Departement of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) die offiziellen Ölbestandsdaten der USA. Diese fielen, anders als vom API prognostiziert, enttäuschend aus. Infolgedessen fiel der Preis für Öl.

Zum Wochenende ergeben sich an der Londoner Warenterminbörse ICE folgende Notierungen:

Das europäische Nordseeöl Brent wird aktuell bei 33,98 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den Heizölpreis für das Inland maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 317,75 US Dollar je Tonne. Damit haben beide Notierung wieder nachgegeben.

Gestern Morgen deuteten die Schätzungen des API (American Petroleum Institute - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) auf gesunkene Rohöl- und Destillatebestände hin. Doch Experten begegneten dem mit Skepsis und warteten ab, ob und inwiefern die offiziellen Daten des DOE dies stützen würden.

Tatsächlich fielen diese gegensätzlich aus. Sowohl beim Rohöl als auch bei den Produkten sind Bestandsaufbauten zu verzeichnen. Die Aufbauten bei den Produkten seien durch einen Anstieg der Raffinerieauslastung zu erklären. Damit deute sich ein Ende des ersten Wartungszyklus in den USA an.  Experten gehen davon aus, dass die Verarbeitung somit in den kommenden Wochen weiter steigen wird.

Im Hinblick auf die Überversorgung ist dies preisdrückend zu interpretieren. Das Überangebot nimmt weiter zu und die Lagerkapazitäten stoßen an ihre Grenzen.

Analysten sehen auch mit der Fixierung der Fördermenge der OPEC und Russlands keinen Spielraum für einen nachhaltigen Preisanstieg. Das Niveau der Deckelung soll die Januar-Fördermenge sein. Allerdings hat man sowohl innerhalb der OPEC als auch in Russland zu dem Zeitpunkt nahe der Rekordmarke produziert. Und solange der Iran dem Abkommen nicht zustimmt, werde die Gesamtproduktion der OPEC wahrscheinlich weiter zunehmen.

Von daher sehen immer mehr Analysten in der Fixierung keine geeignete Maßnahme zur mittelfristigen Reduzierung der Überversorgung. Allerdings wäre es eine erste Annäherung auf dem Weg einer effektiven Produktionskürzung zu einem späteren Zeitpunkt.

Am heutigen Morgen überwogen damit aber die preisdrückenden Faktoren, sodass der Ölpreis geschwächter in den letzten Tag der Woche startet.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hatte erneut Verluste zu verzeichnen und wird zum aktuellen Zeitpunkt bei 1,1079 US-Dollar gehandelt.

Die anhaltende Erholung an den Aktienmärkten belastet den Eurokurs. Denn damit nahm die Nachfrage beim Euro als sicherer Anlagehafen ab. Und auch die scheinbar etwas gestärkte amerikanische Wirtschaft übt Druck auf den Eurokurs aus, sodass dieser wieder unter 1,11 US-Dollar rutscht.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 42,47 Euro je 100 Liter Heizöl. Damit kostet Heizöl heute in etwa 40 Cent pro 100 Liter Heizöl weniger als gestern.

Im Februar ist die Heizöl-Nachfrage saisonal sehr hoch. Regional ist daher mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten aber auch Notlieferungen für Kaltsteher sind schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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