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Ölpreis zieht an, Heizöl geht mit

17. Mai 2019, Felix Schmidt

Heizöl zum Wochenende teurer 17.05.19

Der Ölmarkt reagiert mit Preisanstiegen auf die aktuelle spannungsgeladene Situation zwischen den USA und dem Iran. Marktexperten rechnen weiterhin mit steigenden Preisen, was den Ölkurs zusätzlich stützt. Heizöl schließt sich dem Auftrieb am Ölmarkt an und ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Analysten sehen weiterhin steigende Ölpreise
  • Brent bei 72,77 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 662,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1177 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 75,68 Euro / 100L
     

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

  Atomabkommen: Spannungen zwischen dem Iran und den USA
  Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
  EIA-Prognose: Ölpreise werden bis zum 3. Quartal steigen
  OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres
  China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 Kämpfe in Libyen

 Neue Zölle in Handelsstreit China / USA
 US-Präsident fordert höhere OPEC-Produktion
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen  Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 72,77 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug noch 72,13 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 72,76 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 662,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 650,25 US-Dollar, der Schlusspreis vom Donnerstag bei 649,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 17.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

Die Preisentwicklung im Überblick

Am gestrigen Handelstag nahm die Nachrichtenlage kaum neuen Einfluss auf den Ölmarkt. Dafür sorgten die bereits bekannten Ereignisse für Bewegung, denn die Marktteilnehmer schenkten den preissenkenden Aspekten des Berichtes des Department of Energy über gestiegene US-Ölbestände nur wenig Beachtung. Stattdessen richtete sich ihr Augenmerk weiterhin auf die geopolitischen Risiken, die sich in dieser Woche vor allem aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ergaben.

Außerdem korrigierte die International Energy Agency in ihrem Monatsreport die zu erwartende Ölnachfrage im Jahr 2019 nach unten, geht aber dennoch von einer knappen Versorgungslage aus, sodass die Marktteilnehmer den Bericht ebenfalls preissteigernd wahrnehmen. Die Stimmung am Ölmarkt richtete sich also auf steigende Ölpreise aus.

So kam es bereits gestern Morgen auch und der Ölpreis setzte zu einem steigenden Kurs an, was gegen Mittag immer deutlicher wurde. Die Händler entschieden sich kurzfristig dafür, den Preisanstieg auszunutzen und kauften Öl ein. Der Plan ging auf, denn über den Nachmittag stiegen die Preise weiter. Der Anstieg setzte sich bis in den Abend hinein fort, sodass die Händler wieder verkauften und Gewinne erzielen konnten. Trotz der Gewinnmitnahmen bleibt der Ölkurs auch heute Morgen noch hoch.

Nicht nur der Ölpreis steigt, was für einen höheren Heizölpreis sorgt, auch der Euro verlor gestern an Wert. Viele Zeichen stehen für weiter steigende Preise. Womöglich hält die steigende Tendenz weiterhin an. Heizölkäufer sind darum gut beraten, in Erwägung zu ziehen, sich leerende Tanks aufzufüllen, bevor der Heizölpreis möglicherweise weiterhin ansteigt.

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1177 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1209 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1174 US-Dollar festgesetzt.

In den letzten Tagen zeigte sich der Euro weitgehend stabil, gab gestern jedoch so stark nach, dass er unter die Marke bei 1,12 US-Dollar rutschte. Verantwortlich dafür zeichnen sich die aktuellen US-Konjunkturdaten, die besser als erwartet ausfielen und damit dem US-Dollar Auftrieb verliehen. In der Folge verlor der Euro an Wert gegenüber dem US-Dollar. Heute Morgen zeigt er jedoch wieder eine leicht steigende Tendenz gegenüber dem Schlusspreis vom Vorabend.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Analysten sehen weiterhin steigende Ölpreise

Expertenmeinungen: Analysten schließen weitere Preissteigerungen nicht aus

Der Ölmarkt hält den Blick fest auf die weltpolitische Lage gerichtet. Was der interessierte Laie bereits vermutet, bestätigen einige Marktexperten bereits: Weiter steigende Preise sind nicht auszuschließen und in der aktuellen Situation sogar wahrscheinlich. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind am Ölmarkt sehr präsent. Die USA zog Personal aus dem Nachbarland ab, um US-Bürger zu schützen und schickte stattdessen mehr Militäreinheiten in den Nahen Osten. Nach den Angriffen auf einen Tanker und auf eine Pipeline der Saudis gleicht der Iran laut Experten einem Pulverfass, dass beim ersten taktischen Fehler hochgehen kann.

Von einer weiterhin hohen Risikoprämie ist deshalb auszugehen. Zusätzlich rechnen die Experten jederzeit mit Meldungen aus Libyen über die ersten Produktionsausfälle aufgrund des Bürgerkrieges, der dort zurzeit herrscht. Sollten die Saudis sich jedoch für eine höhere Ölförderung entscheiden, kann eine deutliche Verknappung des Angebots möglicherweise noch abgewendet werden. Laut der Experten stehen nun also viele Zeichen für einen steigenden Ölpreis. Wie sich der Ölpreis angesichts der Spannungen in der Weltpolitik letztlich verhalten wird, bleibt jedoch abzuwarten.  

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 75,68 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 71,84 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Felix Schmidt – Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

kontakt-heizoelnews@total.de

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