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Der Heizölpreis: Ölpreis zieht an, Heizöl geht mit

26. März 2019, Felix Schmidt

Heizöl am Dienstag teurer 26.03.19

Der Ölpreis stabilisierte sich zum Wochenstart trotz schwacher Konjunkturdaten und folgt nun wieder einer Aufwärtstendenz. Auch der Euro zeigt sich stabil. Ein preissenkender Einfluss fehlt. Heizöl ist deshalb heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • USA: Wachstum der US-Schieferölindustrie ausgebremst
  • Libyen: Arbeiter am Sharara-Ölfeld fordern mehr Lohn
  • Brent bei US-Dollar / ICE-Gasoil bei US-Dollar
  • Euro bei US-Dollar
  • Heizölpreis bei Euro / 100L

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
Revolution in Venezuela und Sanktionen
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen
Ausnahmegenehmigungen bei Iran-Sanktionen für Irak

geschwächte Weltwirtschaftskonjunktur
Kanada, Brasilien und Libyen fördern wieder mehr Öl
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 67,32 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug noch 66,63 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 66,86 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 607,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 602,32 US-Dollar, der Schlusspreis bei 597,25 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 26.03.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Der Ölmarkt startete mit einer enttäuschten Stimmung in die neue Woche. Die aktuellen Konjunkturdaten vom Freitag sorgten für Ernüchterung. Die preissteigernden Einflüsse aus Venezuela, Iran, China und den OPEC-Ländern stützen zwar den Ölkurs, doch die Sorge um die zukünftige Ölnachfrage gab einen preissenkenden Impuls, dessen Auswirkungen am Ölmarkt bis in den Montag hinein zu spüren waren.  

Im Laufe des Montags stabilisierte sich der Ölpreis und die Abwärtstendenz setzte aus. Am Nachmittag gab der Kurs noch einmal kurzzeitig nach, doch zum Abend setzten sich die preissteigernden Einflüsse auf dem Ölmarkt wieder durch. Für die Marktteilnehmer war dies ein Zeichen zu kaufen, bevor der Ölpreis weiter ansteigt. Einige Händler folgten diesem Signal und unterstützten damit den Kursanstieg, der sich bis heute Morgen fortsetzte.

Die Woche startete somit ruhig und Veränderungen blieben nur kurzzeitig bestehen. Die Stimmung am Ölmarkt ist von der Verknappung des Angebots durch Förderkürzungen und Sanktionen und einer drohenden Rezession geprägt. Zwar gewinnen die preissteigernden Faktoren derzeit die Oberhand, doch das sinkende Weltwirtschaftswachstum könnte in den kommenden Wochen größeren Einfluss gewinnen. Wirtschaftswachstum und Ölnachfrage sind eng miteinander verbunden, denn wo die Wirtschaft floriert, ist der Energiebedarf hoch. In nächster Zeit gelten demnach die prüfenden Blicke der Marktteilnehmer den Konjunkturdaten. Bleiben sie weiterhin hinter den Erwartungen zurück, zieht das möglicherweise einen sinkenden Ölpreis nach sich.

Heizölkäufer sollten nun schnell reagieren und den Heizölkauf auslösen, bevor die Preise weiter steigen. Der unbewegte Eurokurs könnte dafür sorgen, dass der Heizölpreis den steigenden Ölpreisen weiterhin nachzieht. Dies zeichnet sich bereits heute mit einem höheren Heizölpreis ab. Insbesondere, wenn Ihr Tank sich leert, sollten Sie sich möglichst bald für einen Heizölkauf entscheiden, solange die Preise noch moderat sind.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1309 US-Dollar, am Freitagmorgen waren es 1,1308 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1315 US-Dollar festgesetzt.

Trotz der schwachen Konjunkturdaten aus der deutschen und französischen Industrie ist der Euro zum Wochenstart wieder stabil und verzichtet auf große Bewegungen. Verantwortlich dafür zeichnet sich wahrscheinlich das Ifo-Geschäftsklima. Die Befragung des Münchner Ifo-Instituts ist der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. 9000 Unternehmen gaben Auskunft über ihre wirtschaftliche Situation und das Ergebnis hellte die Stimmung der Marktteilnehmer auf.

Das ifo-Geschäftsklima bestätigt die Konjunkturdaten vom Freitag nicht vollumfänglich. Das reichte, um den Eurokurs zu stützen. Allerdings legte zwar das Dienstleistungsgewerbe zu, doch die exportorientierte Industrie vertritt einen schwächer werdenden Standpunkt. Die Warnungen vor einer Rezession bleiben darum dennoch bestehen.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • USA: Wachstum der US-Schieferölindustrie ausgebremst
  • Libyen: Arbeiter am Sharara-Ölfeld fordern mehr Lohn

 

Technische und finanzielle Probleme der US-Schieferölindustrie

Das rasante Wachstum der US-Schieferölindustrie ist seit einiger Zeit etwas ausgebremst. Das zeigen die wöchentlichen Baker Hughes-Reporte, die stetig sinkende Zahlen aktiver Ölbohranlagen melden. Im letzten Quartal 2018 fand ein einschneidender Preissturz statt, der die Schieferölunternehmen bis heute zur Vorsicht mahnt. Das spiegelt sich in reduzierten Investitionen in die Ölindustrie und im Abbau von Arbeitsstellen wider. So sollen die Auswirkungen finanzieller Überraschungen, wie etwa einem erneuten Preiseinbruch, reduziert werden.

Doch nicht nur finanzielle Vorsicht können das Wachstum der US-Schieferölindustrie verlangsamen. Denn für ein schnelles Wachstum sind zunächst die technischen Voraussetzungen zu erfüllen. Die Förderunternehmen stehen vor dem Konflikt, viel Schieferöl zu fördern und dabei die Quellen bestmöglich auszuschöpfen. Denn zahlreiche Quellen liegen zu nah aneinander, sodass die Förderung sich gegenseitig beeinträchtigt und die Leistungsfähigkeit der Quellen sinkt. Allerdings dürfen die Bohrungen auch nicht zu weit auseinanderliegen, da sonst Öl in den Quellen verbleiben kann. Diesen Spagat zu schaffen, ist eine Herausforderung, der sich die Schieferölindustrie stellen muss, um weiter wachsen zu können.

Das Wachstum der US-Schieferölindustrie geht trotz der bremsenden Faktoren noch immer schnell voran, sodass die USA immer mehr Einfluss auf den Ölmarkt nimmt und der OPEC weiterhin Marktanteile streitig macht. Marktteilnehmer behalten die Entwicklung der US-Schieferölindustrie im Auge, doch bisher sind kaum überraschende Auswirkungen durch die technischen und finanziellen Herausforderungen auf den Ölpreis zu erwarten.

Sharara-Ölarbeiter fordern mehr Lohn

Nachdem das größte Ölfeld Libyens von Milizen besetzt und durch die Libyan National Army wieder befreit wurde, bahnen sich erneut Proteste an. Erst im März nahm das Ölfeld seinen Betrieb wieder auf. Nun fordern die Arbeiter mehr Lohn.

Die Forderung ist durchaus berechtigt, denn bereits im Jahr 2013 beschloss die libysche Regierung eine Lohnerhöhung um 67 Prozent für die Arbeiter des Sharara-Ölfeldes. Die Umsetzung dieses Beschlusses lässt bis heute auf sich warten, da die Regierung mit Blockaden weiterer Ölfelder zu kämpfen hätte.

Die Arbeiter werden vom staatlichen Ölunternehmen in ihren Forderungen unterstützt. Dies scheint sie bislang milde zu stimmen, denn trotz der Forderungen gehen sie weiterhin ihren Pflichten nach und steigern die Produktivität des Sharara-Ölfeldes nach der Wiederaufnahme der Förderung stetig. Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung auf die Forderungen reagieren wird. Bislang ist eine Lohnerhöhung für die Sharara-Arbeiter im Haushaltsplan von 2019 nicht vorgesehen.

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,87 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 68,46 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

     Felix Schmidt – Autor
            

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